Wie isst man … Karpfen?

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Eine Frage, die sich vielen stellt – unter anderem mir selbst. Daher musste bisher auch noch kein Karpfen für mich sein Leben lassen. Aber ich habe nun ein wenig recherchiert, um mir und denjenigen die Überwindung zum Karpfenessen zu erleichtern, die sich bisher erfolgreich davor gedrückt haben.

Zunächst gilt: Karpfen isst man in den Monaten mit „r“, also von September bis April, und man kann zwischen den vielen verschiedenen Zubereitungsarten eines Karpfen wählen. Isst man ihn „Blau“ nach Lausitzer Art, „gebacken“ nach fränkischer Art oder nach Polnischer Art, eingelegt im Eigenblut.

Die klassischen Anlässe einen Karpfen zu essen, sind Weihnachten, während der Fastenzeit und Karfreitag.

Das Karpfenessen an sich sollte man mit einem Fischbesteck angehen, ganz gleich, welche Zubereitungsart man wählt.
Mit dem Fischmesser wird das Fleisch der Seitenlinie entlang, etwa auf der Bauchmitte, bis auf die Wirbelsäule eingeschnitten. Dann muss man hinter dem Kopf anfangen, die obere Hälfte des Fleisches vorsichtig abzulösen. Dabei muss besonders auf die hartnäckigen Gräten geachtet werden, weshalb man das Fleisch vor dem ersten Bissen noch einmal mit der Gabel zerteilen sollte, um keine Gräten zu erwischen.
Anschließend werden die Flossen mit Messer und Gabel herausgezogen, außer bei gebackenen Karpfen, hier werden die knusprigen Flossen mitgegessen.
Nun muss man das Fleisch auf den Rippen dem Rippenverlauf folgend nach unten schieben und im Bereich hinter den Rippen schräg zur Schwanzflosse hin abschieben.
Das Kopffleisch, die Fischbäckchen und die Haut gelten als besonders lecker und können bei allen Zubereitungsarten mitgegessen werden.
Zu guter Letzt löst man das Skelett an einem Ende des Karpfens mit seinem Fischbesteck oder mit Hilfe der Finger ab und kann dann die zweite Hälfte verzehren.

Das Wichtigste an dem Ganzen: immer auf die fiesen Gräten achten!

Sollte sich nun doch eine Gräte in Ihrem Mund verirrt haben gilt wieder die Regel „Raus wie Rein“. Die Gräte wandert somit auf dem selben Weg zurück, auf dem sie gekommen ist, indem man sie unauffällig mit der Gabel aus dem Mund auf den Tellerrand legt.

Übrigens: wer sich das Zupfen und Grätensuchen sparen will, kann demnächst auch
Karpfen-Fischstäbchen essen.

Die Karpfenzeit läuft! Probieren Sie Karpfen doch einfach mal in einem der Restaurants auf speisekarte.de!

Bildquelle: gzsh.de /Rezept: Karpfen gebacken

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