Wussten Sie schon… Pumpernickel?

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Der 2. Gang im neuen Schlemmerquiz von speisekarte.de befasste sich mit einer Brotart, welche fast jeder kennt, manche auch essen und von der die wenigsten wissen, wieso sie so heisst, wie sie heisst:

Welches Roggenschrotbrot erhielt seinen Namen nach einem von Blähungen geplagten Kobold?

Ein seltsam klingender Begriff ist er schon, das Pumpernickel! Doch wie viele sicher schon wissen, beschreibt er ein  Vollkornbrot, dessen Ursprung in Westfalen liegt und nur aus Roggenschrot und ganzen Roggenkörnern besteht. Ein Brot, das roggt!  Die namentliche Nennung einer ersten Pumpernickel-Bäckerei in Soest datiert zurück ins Jahr 1570.

Doch nicht nur die Zubereitung des Brotes sucht seinesgleichen, auch die Theorien, die sich um die Namensgebung ranken sind unterhaltsamer als bei vielen anderen Brotsorten.

Kommen wir gleich zum Punkt: Warum nennt man  Pumpernickel Pumpernickel?

Hier gibt es verschiedenste Mutmaßungen, denn der tatsächliche Wortursprung ist – wie so oft- unbekannt.

Am hartnäckigsten und am verbreitesten hält sich jedoch folgende etymologische Theorie:

Pumpernickel soll eigentlich so etwas wie „furzender Nikolaus“ oder „furzender Kobold“ bedeuten, eigentlich eine Beleidigung für besonders ungehobelte Menschen. Da „Pumper“ im Sauerland für Darmwindchen steht, vermuten viele eine Anspielung auf die blähende Wirkung des Brotes. Nachdem der Schriftsteller Jakob Christoffel von Grimmelshausen das Brot zu seinen Lebzeiten abfällig als Pumpernickel bezeichnet hatte, bürgerte sich dieser Begriff im 17. Jahrhundert schnell ein und besteht bis heute fort.

Doch wie gesagt, es gibt viele verschiedene Geschichten, und so behaupten Einige, der Name komme von einem Ausspruch französischer Soldaten, die das Brot nicht mochten und für „bon pour Nickel“ hielten – also für gerade einmal gut genug für Napoleons Pferd Nickel. In Soest, der Heimatstadt des Pumpernickels wiederum heißt es, der Name beruhe auf der damaligen Geldeinheit „Soester Nickel“ und der des „Pumpens“, da viele Geld liehen um das schmackhafte Brot zu kaufen.

Daneben gibt es noch die Legende, der Wortursprung rühre vom lateinischen „bonum paniculum“, da das Brot die ganze Stadtbevölkerung bei einem Angriff am Leben erhalten konnte, selbst wenn die Versorgung von außen knapp wurde.

Egal welcher Theorie man glauben schenken mag, Pumpernickel bleibt so oder so das Brot mit dem schönsten Namen. Und auch eines der wenigen Brotsorten mit einem eigenen Song. Den Pumpernickel Song.

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