Was ist eigentlich … Falscher Hase?
Falscher Hase ist ein Braten aus Hackfleisch und Zwiebeln, in dessen Mitte ein hartgekochtes Ei verborgen liegt.
Seinen Namen hat der „Falsche Hase“ aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals war der Kaninchen- oder Hasenbraten bei den Deutschen am Sonntag sehr beliebt. Doch durch die zahlreichen Bombardements war der Hasenbestand sehr gering und die Hasen waren so gut wie ausgestorben. Sie wurden unter Artenschutz gestellt und durften nicht mehr geschossen werden.
Die Hausfrauen dieser Zeit wollten aber dennoch ihren Gatten einen leckeren Sonntagsbraten zubereiten und hatten festgestellt, dass das Skelett des Hasen dem Knochenbau einer Katze zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Katzen standen auch nicht unter Naturschutz. Sie wurden auf den Bauernhöfen gehalten und brachten, neben dem Verkauf des Fleisches, auch Geld für das Fell ein, das bei Rheuma und Gicht helfen soll.
Um nun aber zu verbergen, dass es sich bei dem vermeintlichen Hasenbraten in Wirklichkeit um eine Katze handelt, wurden den Tieren Pfoten und Kopf abgenommen und das Fleisch zu Hackfleisch verarbeitet. So entstand der Name „Falscher Hase“.
Heute werden natürlich keine Katzen mehr für den Hackbraten verwendet, meist auch keine Hasen, aber der Name hat sich bis heute gehalten. Heute handelt es sich wie gesagt nur noch um einen Hackbraten, der in seiner Mitte ein Ei versteckt hält.
Wer nun Appetit auf einen Hackbraten mit Ei bekommen hat, kann bei speisekarte.de nach Restaurants in der Nähe suchen, die Hackbraten auf ihrer Speisekarte haben.
Ein weiterer falscher Hase ist der Bilby, denn der Kaninchennasenbeutler bringt in Australien anstelle des Osterhasen die Eier. Das ist äußerst praktisch, da das kleine, hasenähnliche Tier sogar einen Beutel besitzt. Um mehr über den Bilby zu erfahern können sie unseren Artikel zum Thema “Bilby – Der australische Osterhase” lesen.
Bild: “Falscher Hase” von Michael Brauner
Quelle: Rezept Falscher Hase auf www.kuechengoetter.de











Dienstag, 25. Mai 2010 um 14:17 Uhr
Man lernt doch nie aus – das mit den Katzen wusste ich bisher nicht (war vielleicht auch gut so, sonst hätte mir vielleicht mein Hackbraten nicht mehr geschmeckt:-), ist aber eine interessante Geschichte, die sicherlich die wenigsten wissesn…
Donnerstag, 3. November 2011 um 15:44 Uhr
[...] Portion Preiselbeeren sollte auch nicht fehlen. Falscher Hase (wir berichteten bereits im Artikel “Was ist eigentlich… Falscher Hase?”) jedoch hat absolut nichts mit Wild zu tun. Darunter versteht man einen simplen Hackbraten mit [...]
Freitag, 20. Januar 2012 um 13:01 Uhr
[...] die verschiedenen Einzelteile von Kaninchen unterschiedlich lange Garzeiten haben. Apropos Braten: Falscher Hase hat übrigens nichts mit einem Hasen- oder Kaninchenbraten zu tun, es handelt sich dabei vielmehr [...]