Wussten Sie schon … Schwarzwurzel?

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Schwarz, krumm und sehr, sehr gesund. Die Schwarzwurzel war in Deutschland lange Zeit in Vergessenheit geraten. Dabei ist das Gemüse extrem gesund und gerade im Winter der ideale Nährstofflieferant.

Die Schwarzwurzel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird in der Zeit von Oktober bis April geerntet. Die Pflanze selbst trägt gelbe Blüten und duftet leicht nach Schokolade. Wenn diese Blüten welk sind, werden die Wurzeln der Pflanze geerntet. Diese sind braunschwarz und haben eine korkähnliche Rinde. Die frischen Schwarzwurzeln sollten rasch verarbeitet oder gekühlt werden. Sie haben einen leicht nussigen Geschmack und werden oft mit Spargel verglichen.

Früher wurde das Gemüse weniger als Nahrungsmittel genutzt. Im Mittelalter galt die wild wachsende Schwarzwurzel als wirksames Heilmittel gegen die Pest oder Schlangengift – daher auch die Namen „Viperwurzel“ oder „Schlangengras“.  Ab dem 17. Jahrhundert schätzte man die Schwarzwurzel als Wintergemüse und wichtiger Nährstofflieferant. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war sie deshalb sehr beliebt. Die Schwarzwurzel ist dem Spargel in ihrer Ernte und Verarbeitung sehr ähnlich. Nicht umsonst nennt man sie auch „Winterspargel“. Aber seit Mitte des letzten Jahrhunderts wurden die Märkte und Tiefkühltheken von vielen mediterranen und neuen Gemüse- und Salatsorten erobert, die die Schwarzwurzel aus den Küchen Europas verdrängte.

Grund dafür ist wohl auch die aufwendige Zubereitung des Gemüses. Die frische Wurzel muss schnell zubereitet oder gekühlt werden. Zunächst befreit man die Rinde von Erdresten unter fließendem Wasser mit einer Bürste. Vor dem Schälen ist es ratsam, sich mit Gummihandschuhen und einer Schürze auszustatten, da sich der klebrige, milchige Saft der Wurzel schnell dunkel färbt und sich sehr schlecht aus Kleidung und von den Händen entfernen lässt. Die Rinde schält man am besten mit einem Kartoffelschäler. Aber Achtung: das weiße „Fleisch“ reagiert schnell auf Luft und wird dunkel, daher muss man die geschälten Wurzeln sofort in Zitronen- oder Essigwasser legen. Die Schwarzwurzel wird klassisch – wie Spargel – in einem Essigsud zubereitet. Dabei wird sie ca. 20 Minuten in Salzwasser mit einem Schuss Essig gekocht bis sie gar ist und mit Schinken und Sauce Hollandaise serviert. Man kann sie aber auch paniert oder gebacken (Rezept) zu Kartoffeln mit Dip, als Salat oder als Gemüsebeilage mit Karotten und Erbsen servieren.

Neben ihrer kulinarischen Vielfalt hat die Schwarzwurzel noch eine ganze Reihe an positiven Nebenwirkungen zu bieten. Die enthaltenen Kohlenhydrate sind in der kalorienarmen Schwarzwurzel nicht als Stärke oder Zucker, sondern als Inulin enthalten, was den Blutzuckerspiegel konstant beibehält und so bestens als Schonkost und für Diabetiker geeignet ist. Das enthaltene Kalium beruhigt die Nerven und unterstützt den Muskelaufbau, das Mangan entgiftet die Leber. Zudem enthalten sie viel Kupfer, das gegen Knochenschwund wirkt und so eine Osteoporose vorbeugen kann. Die Schwarzwurzel ist also eine leckere, gesunde und zudem übrigens günstige Alternative.

Wer nun auf den Geschmack von Schwarzwurzeln gekommen oder neugierig geworden ist, kann auf speisekarte.de nach einem Restaurant in der Nähe suche, das Schwarzwurzeln auf seiner Speisekarte anbietet.

2 Gedanken zu „Wussten Sie schon … Schwarzwurzel?“

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