Was ist eigentlich … flüssiges Fleisch?

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Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Traditionell ist man in dieser Zeit kein Fleisch. Da früher Eier und Milch als flüssiges Fleisch bezeichnet wurden waren auch diese Produkte während der sieben Wochen langen andauernden Fastenzeit verboten.

Von dem Brauch des Fastens ließen sich die Hühner jedoch nicht beeindrucken und legten im Frühjahr besonders viele Eier. Da es damals noch keinen Kühlschrank gab konnten die Eier nur durch Einlegen (Soleier Rezept) oder Kochen haltbar gemacht werden. Um die hart gekochten Eier von den rohen Eiern unterscheiden zu können, wurde diese nach dem kochen mit Zwiebelschalen, Holunderbeeren oder Rote Beete eingefärbt. Dabei wurde für jeden Kochvorgang eine andere Farbe gewählt. So wusste man wie alt die Eier waren. Am Ende der Fastenzeit, zu Ostern hatte man daher sehr viele bunte Eier, die man gerne an alle verschenkte.

Um dem Eier-Problem in der Fastenzeit entgegenzuwirken wurden in der Faschingszeit außerdem besonders viele Hühner geschlachtet. Diese wurden als Fastnachtshühner bezeichnet. Heute ist der Brauch in Deutschland nicht mehr so verbreitet, aber wenn sie dennoch Lust auf ein Fastnachtshuhn bekommen haben, probieren sie doch mal das Bierdosen- Hähnchen (Rezept)  oder Hähnchenkeulen mit Brezenknödel (Rezept).

Da die Fastenzeit heutzutage nicht mehr so ernst genommen wird können sie natürlich auch weiterhin Eier in allen Variationen genießen. Besonders lecker sind Süßspeisen, wie Tiramisu, Crepes und Kaiserschmarrn die mit Eiern hergestellt werden. Wenn sie eher der herzhafte Typ sind, schmecken ihnen vielleicht Tortilla, Käsespätzle oder leckerer selbstgemachte Eiernudeln (Nudelrezept). Schauen sie doch einfach auf speisekarte.de nach einem Restaurant in ihrer Nähe, das leckere Eierspeisen anbietet.

Ei war übrigens die richtige Antwort auf die 45. Frage im Schlemmerquiz: Welche ovale Pracht wird auch als flüssiges Fleisch bezeichnet?

Bild: A chicken egg von Sun Ladder
Quelle: Wikimedia

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