Wussten sie schon … Papageifisch?

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Die Papageifische pflanzen sich auf sehr komplizierte Art und Weise fort, denn sie sind Hermaphroditen. Das heißt, sie beginnen ihr Dasein als Weibchen und beenden es als Männchen. In den verschiedenen Phasen ihres Lebens nehmen die Fische auch unterschiedliche Färbungen an. Zunächst sind sie als Weibchen, rot über braun bis grau. Mit der Zeit verändern sich allerdings Farbe und Geschlecht. Die sich entwickelnden Männchen sind sehr bunt in allen Schattierungen von blau bis türkis gefärbt. Aufgrund der so unterschiedlichen Farbmuster der Geschlechter gingen Forscher lange Zeit irrtümlich davon aus, dass etwa 350 verschiedene Arten von Papageifischen existieren. Neuere Untersuchungen zeigen allerdings, dass es nur 10 Gattungen mit etwa 80 Arten gibt.

Entgegen der Vermutung haben Papageifische ihren Namen nicht von ihrer Farbenpracht, sondern von ihren Zähnen, die einem Papageienschnabel ähneln. Mit ihren schnabelartigen Zähnen entfernen sie Algen, abgestorbene Korallenteile oder hartes Gestein von den Riffen. Auf diese Weise helfen sie die Korallenriffe gesund zu erhalten. Die unverdaulichen Bestandteile der zermahlenen Korallen werden von den Fischen als feiner Sand wieder ausgeschiedenen und bilden so den Sandstrand.

Eine weitere Besonderheit der Seepapageien ist ihre Art zu schlafe. Sie scheiden jeden Abend einen Kokon aus Schleim aus, in dem sie sich hineinbegeben. Der Kokon ist vorne und hinten offen, damit das Meerwasser hindurchfließen kann. Er dient zum nächtlichen Schutz vor Moränen und blutsaugenden Meeresasseln.

Der Papageifisch ist allerdings auch auf dem Teller eine Besonderheit, da er ein festes saftiges Fleisch besitzt und einen Blickfang auf jedem Buffet darstellt. Besonders gut schmeckt er in Alufolie gegrillt oder ganz exotisch in einer Kokosnuss gekocht. Vor der Zubereitung wird der Fisch nicht geschuppt, da die Farbpigmente direkt am Schuppenansatz sitzen und somit die schillernde Farbenpracht auf dem Teller zerstört würde. Gegart sind die großen Schuppen und auch die wenigen dicken Gräten im weißen Filet des bunten Fisches gut sichtbar und leicht zu entfernen.

Auf den Kanaren wird der Fisch häufig mit Pellkartoffeln und Mojo Verde angeboten. Ebenso gut passen aber auch exotische Früchte zum Geschmack des Fleisches. Probieren sie doch selbst einmal Papageifisch in Mandarinensauce (Rezept) oder auf grünen Nudeln (Rezept). Wenn sie selbst nicht zum Kochlöffel greifen möchten, finden sie auf speisekarte.de ein Restaurant das ihnen diese Köstlichkeit serviert.

Papageifisch war übrigens die richtige Antwort auf die 48. Frage im Schlemmerquiz: Welcher außergewöhnliche Speisefisch kann sowohl Geschlecht als auch Farbe ändern?

Bild: Parrotfish from East Timor von Nhobgood
Quelle: Wikimedia

2 Gedanken zu „Wussten sie schon … Papageifisch?“

  1. Steckbrief PAPAGEIFISCHE
    Scaridae (etwa 80 Arten)
    GRÖSSE: je nach Art von 20 bis maximal 130 cm
    VERBREITUNG: ausschließlich tropische Meere, meist in Korallenriffen, die sie mir ihren schnabelartigen Zähnen abweiden
    GEFÄHRDUNG: in vielen Gebieten durch Überfischung selten geworden, einzelne Arten sind akut bedroht

  2. ungenießbarer Papageienfisch: am Grill: Gewicht: 3,10 kg. Grillzeit über Holzkohle: 60 min bis 65 min. Fisch war so hart, fast Kotellettartig, dass er fast nicht beissbar war. was hab ich falsch gemacht? Gewichts zu hoch? Grillzeit?

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