Was ist eigentlich … Honig?

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Honig wird als Nektar oder Honigtau von Bienen gesammelt und veredelt und enthält daher viele wertvolle Inhaltsstoffe. Dabei kann die Zusammensetzung je nach Honigsorte sehr unterschiedlich sein. Hauptsächlich besteht Honig aus Fruchtzucker, Traubenzucker und Wasser. Er enthält allerdings auch Enzyme, die zum Beispiel bei Halsschmerzen schmerzlindernd wirken. Ebenso stärken die enthaltenen Vitamine C und B unsere Abwehrkräfte. Honig beinhaltet außerdem verschiedenen Aminosäuren, die unverzichtbar für unseren Stoffwechsel sind sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Kalium, die eine große Bedeutung für Nerven und Muskeln besitzen.

Wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist Honig äußerlich und innerlich anwendbar und wurde daher schon in der Antike als Arzneimittel, Götterspeise und Opfergabe genutzt. Im alten Ägypten galt Honig sogar als Quelle der Unsterblichkeit, daher wurde dieser auch zum einbalsamieren und konservieren der Leichname der Pharaonen verwendet. In der griechischen Mythologie war der Honigwein Met der Trank der Götter im Olymp. Er galt als Symbol der Erkenntnis, des Wissens und der Weisheit und wurde daher sowohl als Schönheits- als auch als Heilmittel eingesetzt. So verwendete Hippokrates (um 460 v. Chr.) Honigsalben als Fiebersenkungsmittel und verordnete Honigwasser zur Stärkung der olympischen Athleten. Auch heute noch wird Honig aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung bei Schwellungen, Fieber und lokalen Schmerzen eingesetzt. Unser Buchtipp dazu: Gesund mit Honig (Natürlich heilend – Anwendungen von A bis Z – Rezepte)

Das goldgelbe Naturprodukt entsteht aus dem Siebröhrensaft von Pflanzen. Dieser wird von den Bienen in Form von Blütennektar oder Honigtau von Nadeln und Blättern der Bäume aufgenommen. Dabei verdünnen die Bienen den Nektar mit ihrem enzymhaltigen Speichel, der für die Umwandlung des Nektars in Honig verantwortlich ist. In der Honigblase transportiert die Biene den Nektar anschließend zum Bienenstock. Der noch unreife Honig wird dort an die Stockbienen übergeben, die diesen immer wieder in ihre Honigblase einsaugen und danach erneut in kleinen Tropfen aus ihrem Rüssel fließen lassen. Durch diese Prozedur wird der Wassergehalt im Honig auf 30 bis 40 % reduziert. Anschließend wird der eingedickte Nektar in dünnen Schichten in den Wabenzellen verteilt. Dort findet eine weitere Verdunstung des Wassers statt, bis schließlich ein Wassergehalt von unter 20% erreicht ist. Kurz vor der endgültigen Reife des Honigs werden die Wabenzellen von den Stockbienen ganz aufgefüllt und mit einem Wachsdeckel verschlossen.

Ist der Honig reif, werden die vollen Waben aus dem Bienenstock entnommen und durch leere Waben ersetzt. Die Waben werden dann zunächst entdeckelt und in einer Honigschleuder geschleudert. Der geschleuderte Honig wird anschließend gesiebt und gerührt, um eine gleichmäßige Kristallisation herbeizuführen. Eine weitere Behandlung des Honigs darf nach der Deutschen Honigverordnung nicht stattfinden.

Jedes Jahr werden in Deutschland Pro-Kopf etwa 1,4 kg Honig verzehrt. Dabei dient dieser meist als Brotaufstrich zum Frühstück. Anstatt den Honig auf das Brot zu streichen können sie diesen allerdings auch zum Brotbacken verwenden. Probieren sie zum Beispiel einmal ein  Lavendel-Honig-Brot (Rezept). Bekannt und beliebt ist auch der Honigkuchen (Rezept), eine Nürnberger Spezialität. Dieser besteht zu 50% aus reinem Bienenhonig. Seinen typischen Geschmack erhält er außerdem durch Gewürze wie Zimt, Anis, Piment, Nelken, Korinader und Ingwer. Aufgrund des großen Honiganteils galt dieser früher sogar als eines der wertvollsten Festtagsbackwerke.

Allerdings kann Honig nicht nur zur Herstellung süßer Leckerbissen verwendet werden, sondern schmeckt auch in Kombination mit herzhaften Zutaten köstlich. Probieren sie doch einmal Entenbrust (Rezept) oder Knoblauchgarnelen mit Honig (Rezept). Besonders gut lässt sich Honig  mit Senf, Sojasoße und Sesam kombinieren. Wenn sie wissen möchten welche Gerichte mit Honig in Restaurants mit Honig veredelt werden, suchen sie doch auf speisekarte.de nach Honig.

Honig war übrigens die richtige Antwort auf die 50. Frage im Schlemmerquiz:Welches goldfarbene, natürliche Nahrungsmittel enthält circa 200 verschiedene Inhaltsstoffe?

Bild im Artikel: Runny Hunny von 17Drew, Quelle: Wikimedia

Titelbild: Hans auf Pixabay

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