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Kräuterkunde: Minze

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Pfefferminze wird bei uns meist als Tee zubereitet, der zum Beispiel bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich krampflösend wirkt. Die Blätter der Heilpflanze enthalten ätherisches Pfefferminzöl, das zu einem großen Teil aus Menthol besteht. Da das Menthol eine subjektiv wahrgenommene Kühlwirkung besitzt, wird Pfefferminztee auch häufig als Erfrischungsgetränk bei Erkältungen eingesetzt.

Die von uns als Tee verwendete Pfefferminze ist allerdings erst seit etwa 1700 bekannt. Im Gegensatz dazu wurden andere Minzarten schon in der Antike und im Mittelalter verwendet. Schon der heilkundige Abt von Reichenau, Walahfrid Strabo, schrieb im 9. Jahrhundert über die Vielfalt der Minzarten:  „Wenn aber einer die Kräfte und Arten und Namen der Minze samt und sonders zu nennen vermöchte, so müsste er gleich auch wissen, wie viele Fische im Roten Meere wohl schwimmen, oder wie viele Funken der Vulkanus Ätna auswirft.“

Genauso groß wie die Vielzahl der Minzarten sind auch ihre Verwendungsmöglichkeiten. So wird die Polei-Minze aufgrund des enthaltenen Giftes Pulegon vor allem äußerlich als Abwehrmittel gegen Insekten und Flöhe eingesetzt. Die Grüne Minze hingegen findet vor allem in industriellen Produkten wie Kaugummis und Zahnpasta Verwendung. In Nordafrika und Vorderasien wird diese Minzart außerdem zum Würzen von Saucen und Speisen sowie als Garnierung gebraucht. In diesen Ländern wird sie allerdings fast ausschließlich als frisches Kraut verwendet und nur ganz selten getrocknet. Die Grüne Minze wird auch als Nane bzw. Nana, marokkanische oder türkische Minze bezeichnet. In der Türkei kann sie unter anderem bei der Herstellung von Ayran (Rezept) verwendet werden, aber auch leckere Saucen wie diese Türkische Joghurtsauce (Rezept) werden mit Minze verfeinert.

Grüne Minze wird allerdings auch in der britischen Küche verwendet. Aus ihr besteht die weltberühmte Minzsauce (Mint-Sauce), die auf der Insel zu gebratenem Lamm– oder Rindfleisch gereicht wird. Um gekochten Kartoffeln einen frischeren Geschmack zu verleihen werden außerdem Minz-Zweige in das Kartoffelkochwasser gegeben. Ebenso kommt die auch in Deutschland bekannte und beliebte Kombination aus Minze und Schokolade, „After Eight“, ursprünglich aus dem englischen Königreich.

Probieren Sie doch selbst einmal mit Minze verfeinerte Gerichte. Der frische Minze-Geschmack harmoniert wunderbar mit Zitrusfrüchten: Zitronen, Orangen, Limonen, Grapefruits und die herben Kumquats empfehlen sich für die Kombination mit Minze besonders. Sind Sie nun auf den Geschmack gekommen? Suchen Sie doch auf speisekarte.de nach einem Restaurant in ihrer Nähe, das ihnen mit Minze verfeinerte Gerichte anbietet.

Minze war übrigens die richtige Antwort auf die 54. Frage im Schlemmerquiz: Welches Kraut wird hierzulande als Tee, in anderen Ländern gerne als Grundbestandteil von Saucen zu Lamm oder Wildschwein, verwendet?

Bild: Menthaarvensis von Stickpen
Quelle: Wikimedia

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