Wie isst man … Avocados?

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Noch vor 30 Jahren galt die Avocado als Luxus-Lebensmittel. Heute ist sie in jedem Supermarkt erhältlich und hat es als feste Zutat in viele Gerichte geschafft. Doch was sind Avocados eigentlich? Gemüse oder Obst? Woher kommen sie? Und wie isst man sie am besten? Hier erfahren Sie das, was Sie über Avocados wissen müssen.
Obwohl meist von der Avocadofrucht die Rede ist, handelt es sich eigentlich um Beeren, die am Avocadobaum – einem Lorbeergewächs – gedeihen. Die Avocado wird im deutschsprachigen Raum wegen ihrer cremigen Konsistenz oft auch als Butterbirne oder, wegen der Beschaffenheit ihrer Schale, als Alligatorbirne bezeichnet. Die Frucht des Avocado-Baumes ist ein Zwitter – formal wird sie zu den Obstarten gezählt. Geht man aber von der Verwendung aus, rechnet man sie im deutschen Handel dem Gemüse zu.

Avocados stammen ursprünglich aus Südmexiko, wo sie schon von den Azteken kultiviert wurden. In ihrer Sprache hieß die Avocado „ahuacatl“, was interessanterweise auch die Bezeichnung für den männlichen Hoden war. Heute gibt es mehrere Hundert Sorten die in vielen Ländern der Welt angebaut werden. Die hier abgebildete Sorte „Fuerte“ ist, neben der Hass-Avocado, die weltweit bekannteste.

Um an das köstliche Fruchtfleisch der Avocado zu kommen sollte man wie folgt vorgehen:

1.    Frucht in der Mitte um den Kern herum durchschneiden
2.    Mit einem Löffel den Kern heraus hebeln
3.    Das Fruchtfleisch mit Hilfe eines Löffels heraus lösen oder mit dem Obstbesteck in mundgerechte Scheiben schneiden

Sollten Sie die Avocado nicht sofort essen, verhindern Sie das braun werden des Fruchtfleisches entweder dadurch, dass Sie es mit Zitronen- oder Limettensaft beträufeln oder den Kern einfach wieder in die Schale mit dem bereits zerkleinerten Fruchtfleisch legen.

Das Fruchtfleisch der Avocado sollte übrigens niemals gekocht, sondern entweder nur schwach erhitzt oder roh serviert werden. Die Avocado könnte sonst bitter im Geschmack werden. Am beliebtesten sind Avocados in Salaten oder als Dip wie zum Beispiel mexikanische Guacamole (Rezept) zu Grillfleisch oder Tortilla-Chips, aber auch in Wraps und in Shrimp-Cocktails sind sie zu empfehlen.

Die häufigste Zubereitung ist das Pürieren des Fruchtfleisches mittels Gabel oder Pürierstab. Gewürzt wird das so gewonnene Avocadomus mit Kräutersalz, Pfeffer oder Chili. Je nach persönlichem Geschmack kann das Avocadomus mit Knoblauch, Gurke, Joghurt und Zwiebel verfeinert werden. Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung ist das Abschmecken mit Limette und Zucker. Aus einer Mischung von Avocado, Puderzucker, süßer Sahne, Weinbrand und Cayennepfeffer wird sogar Likör (Rezept). Weiterhin kann man aus Avocados durch aufwendige Verarbeitungsmethoden wertvolles Öl gewinnen, wobei dies mehrheitlich für kosmetische Zwecke verwendet wird.

Jedes Land hat seine eigene Vorliebe zur Verwendung der Avocados. So werden sie  in Taiwan und auf den Philippinen mit Milch und Zucker püriert und als Dessert getrunken. In Südamerika macht man Eis aus Avocados (Rezept). Die Japaner nehmen sie für Sushis, wie zum Beispiel die bekannten California Maki. In Indonesien entsteht aus Avocado, Milch, Kaffee und Rum ein Getränk. Sehr beliebt ist dort aber auch die Avocado- Creme-Suppe (Rezept) mit Limonensaft und scharfen Chilis.

Avocados haben den höchsten Fettgehalt aller bekannten Obst- und Gemüsesorten. Da es sich dabei aber um ungesättigte Fettsäuren handelt, gelten sie als sehr gesund – zumindest für uns Menschen. Denn wichtig zu wissen ist, dass Avocados für viele Tiere sehr giftig sein können. In allen Pflanzenteilen kommt das Toxin Persin vor, das bei Pferden, Hunden und Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern, Fischen und Vögel erhebliche bis sogar tödliche Vergiftungen auslösen kann, beim Menschen hingegen keinerlei Wirkung zeigt.

Die Avocado weist eine enorme Kaloriendichte auf. 100g haben stolze 160kcal und enthalten 1g Eiweiß, 8,53g Kohlenhydrate, wovon 6,7g auf Ballaststoffe entfallen, und 14,7g Fett.

Avocado wirkt positiv auf die Aufrechterhaltung eines gesunden Cholesterin-Spiegels ein und hat einen positiven Einfluss auf die Gelenkschmierung. Nebenbei ist eine ausreichende Fettzufuhr essentiell für die Testosteronproduktion, was für die Potenz nicht unerheblich ist. Man vermutet, dass der Name, den diese Beeren von Azteken bekommen haben, gerade deswegen vergeben wurde. Neben den Fettsäuren enthält die Avocado aber noch weitere Inhaltsstoffe, die der Gesundheit sehr zuträglich sind, darunter viele Vitamine. Kaum eine Frucht hat mehr Vitamin E, das die körperliche Leistungsfähigkeit erhöht. Weiterhin ist reichlich Vitamin B6 enthalten, welches das Immunsystem stärkt. Daneben enthalten Avocados Biotin, das Haut, Haare und Nägel kräftigt.

Möchten Sie nun gesundheitsfördernde Gerichte mit Avocado probieren? Egal ob Salat, Suppe, Sushi, Dip oder Likör, „speisekarte.de“ zeigt Ihnen, wie und wo Sie Avocados serviert bekommen. Nutzen Sie einfach die Speisen- und Zutatensuche.

Bild im Artikel: Avocado von Dittaeva
Quelle: Wikimedia, Titelbild von PublicDomainPictures auf Pixabay

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