Wussten Sie schon… Wild?

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Am heutigen 3. November ist Hubertustag, benannt nach Hubertus von Lüttich, dem Schutzheiligen der Jagd. Der Hubertustag wird scherzhaft gerne auch als „Allerhasen“ bezeichnet, in Fortführung der beiden vorangehenden Feiertage Allerheiligen und Allerseelen. Anlässlich dieses Gedenktages widmen wir uns heute einmal dem Thema Wild.

Wild ist nicht gleich Wild. Aus biologischer Sicht umfasst der Begriff Wild alle auf der Erde lebenden Tierarten, die man in freier Wildbahn jagen kann. Jagdrechtlich gesehen gelten nur die Tiere als Wild, die in den Vorschriften des Jagdrechts aufgelistet sind. Wild unterscheidet man in zwei Kategorien: Federwild und Haarwild. Zum Haarwild zählen z.B. Schwarzwild (Wildschweine), Rotwild (Rehe, Hirsche), Hasen und Wildkaninchen. Zum Federwild zählen z.B Wachteln, Rebhühner, Wildgänse, Fasanen und Wildenten.

Wildgerichte sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine besondere Spezialität, die es vor allem im Herbst gibt. Egal ob auf Feiern oder als leckerer Sonntagsbraten, Wildgerichte sind gern gesehen. Bereits in der Steinzeit war Wild, neben Beeren und Kräutern, das wichtigste Lebensmittel und diente der Deckung des Vitamin- und Proteinbedarfs. Aber Wild wurde nicht nur zu Nahrungszwecken gejagt und verzehrt, es diente auch der Herstellung von Kleidung, Werkzeugen, Waffen und Schmuck. Dafür wurden nahezu alle Bestandteile der Tiere verarbeitet. Früher, besonders im Mittelalter, galt auch der Aberglaube, bestimmte Teile einiger Wildtiere würden gegen Krankheiten helfen und besondere Kräfte hervorrufen. Man nahm beispielsweise an, dass ein verbranntes Hirschgeweih gegen Hexerei und böse Zauber schützt. Warm verzehrtes Hirschfleisch sollte außerdem den Magen reinigen und die Hirschleber gegen Gicht und Wassersucht helfen. Wissenschaftlich konnte dies bisher aber nicht bestätigt werden.

Wildfleisch ist fettarm und leicht verdaulich und dadurch auch gut für eine Diät geeignet. Dennoch ist der Wildverzehr in Deutschland in den letzten Jahrhunderten stark zurückgegangen, pro Kopf werden jährlich nur ca. 500g-700g Wild verzehrt, bei einem Fleischkonsum von etwas über 60kg im Jahr. Dabei gibt es etliche leckere Wildgerichte, gerade in der deutschen Küche. Rehgulasch (Rezept) beispielsweise ist ein einfaches und dennoch sehr schmackhaftes, deftiges Gericht. Wer es ein bisschen ausgefallener mag, kann sich an einem saftigen Wildschwein (Rezept) versuchen. Schon die Gallier wussten dieses Wildtier als Festmahl zu schätzen. Kaninchen (Rezept) ist ebenfalls eine delikate Wildspeise. Dazu passen als Beilage Semmelknödel, Kartoffelsalat, Klöße oder Pilze und die Portion Preiselbeeren sollte auch nicht fehlen. Falscher Hase (wir berichteten bereits im Artikel „Was ist eigentlich… Falscher Hase?“) jedoch hat absolut nichts mit Wild zu tun. Darunter versteht man einen simplen Hackbraten mit einem Ei in der Mitte.

Besonders lecker und zart ist das Fleisch von Jungtieren. Ob das Fleisch gut ist, können Sie an der Farbe und am Geruch erkennen. Frisches Fleisch duftet angenehm und aromatisch säuerlich. Das Fleisch kann, aufgrund der schnellen Kühlung, heutzutage rosa gebraten verzehrt werden, dadurch bleibt das Fleisch saftiger und zarter. Doch sollte man ein Wildschwein bevorzugen, ist ein gutes Durchgaren zu beachten. Weitere Infos zum Thema finden Sie auch im Artikel Wild richtig braten. Wenn Sie diese Tipps beachten, wird einem leckeren Wildbraten nichts im Weg stehen.

Sie haben auch mal wieder Appetit auf einen deftigen Wildbraten oder eine saftige Wildkeule? Dann suchen Sie einfach und schnell auf speisekarte.de nach Restaurants mit Wildspezialitäten in Ihrer Stadt!

Hubertus von Lüttich war übrigens die richtige Antwort auf die 77. Frage imSchlemmerquiz: Wer gilt als Schutzpatron der Jagd?

Bild: Virginia deer von The New Student’s Reference Work

Quelle: Wikimedia

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