Wussten Sie schon … Osterhase?

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Alle Zeichen stehen auf Ostern, denn diese Woche ist es wieder so weit: eines der wohl wichtigsten Feste weltweit erfreut wie jedes Jahr Jung und Alt. Auch wir konnten uns dieses Jahr nicht mehr um den Hype drücken und wollen Ihnen im Folgenden einen der wohl wichtigsten Vertreter des Osterfestes näher bringen: den Osterhasen.

Ob aus Schokolade oder Fleisch und Blut, Ostern ohne Hase? Niemals! Gerade für Hasenzüchter scheint das Geschäft während dieser Zeit zu boomen. Denn das Langohr ist vor allem aufgrund seiner großen Gebärfreudigkeit im Frühjahr ein modernes Symbol für Ostern geworden und sorgt mit seinem lieblichen Nachwuchs für Hochkonjunktur im Hasenstall. Ursprünglich waren die plüschigen Nager aber nicht nur ein süßer Hingucker für jedermann, sondern dienten nach harten Wintertagen hauptsächlich als lang ersehnte Nahrungsquelle, machten somit der Not ein Ende und schenkten Leben. Und auch bei der christlichen Version der Ostergeschichte, die vor allem in westlichen Ländern wohl die geläufigste ist, geht es um das Leben: die Auferstehung Jesus Christus. Wann genau die Tradition rund um den Osterhasen begonnen hat, ist leider nicht zu sagen. Erstmals erwähnt wurde er aber bereits im 17. Jahrhundert in einem Artikel des Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau und spätestens seit dem 20. Jahrhundert hat wohl auch die kommerzielle Verbreitung begonnen.

Aber der Hase war nicht schon immer überall ein Inbegriff für Ostern, denn lange vor ihm buhlten auch andere Tiere um den Posten des Eierlieferanten. So gab es beispielsweise, und gibt es teilweise noch heute, den Kuckuck in der Schweiz, den Hahn in Böhmen, den Storch in Thüringen uns sogar einen Osterfuchs in Westfalen. In Schweden versorgen Küken die Massen mit Eiern, in Italien die Taube, in Irland gibt es ein Begräbnis für Heringe, in Australien den landestypischen Kaninchennasenbeutler (mehr dazu auch in unserem Blog) und in den USA warten Kinder, wie bei uns, auf Easter-Bunny, den Osterhasen. Aber auch Lamm, Symbol der Unschuld Jesus, und Huhn sind aus der Osterzeit nicht mehr wegzudenken.

Von wegen Huhn: wie kommt der Hase eigentlich zu den Eiern? Zunächst einmal seht das Ei, ähnlich wie der Hase selbst, schon seit dem alten Ägypten, Babylonien und Persien für den Ursprung des Lebens, die Auferstehung und den Frühling. Für das Christentum hatte das Essen von Eiern an Ostern aber auch noch einen praktischen Nutzen, da Eier in der Fastenzeit verboten waren und sich so bis Karsamstag einige davon ansammelten. Zwar wird auf diese Weise die Verbindung zwischen Ostern und dem Ei deutlich, aber ob das auch der Grund dafür ist, warum ausgerechnet ein Hase unsere Ostereier ausliefert und wie genau es zu dieser Tradition kam, ist bis heute leider nicht bekannt.

Und selbst wenn Meister Lampe hierzulande zuständig für das Ausliefern von Eiern und Geschenken ist, was an Ostern letztendlich auf den Tellern landet, ist dann doch meist das Lamm… außer der Hase zeigt sich von seiner schokoladigsten Seite. Die Geschichte des Schokoladenosterhasen, wie wir ihn heute kennen, beginnt bereits 1952, als die Firma Lindt & Sprüngli das gewinnbringende Potential hinter dieser Tradition entdeckte und ihren ersten maschinell hergestellten „Goldhasen“ auf den Markt brachte. Zwar wurden bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts Schokohasen per Handarbeit gefertigt, allerdings waren diese sehr groß, plump und nur zu Dekorationszwecken gedacht. Heutzutage werden rund 130 Millionen Stück jährlich zum verstecken, suchen und naschen produziert.

Was sich dabei jeder wohl jährlich auf’s Neue frägt: Was passiert eigentlich mit den übriggebliebenen Schokohasen? Gleich vorab: Nein, wir finden sie nicht zur Weihnachtszeit eingeschmolzen in Form von Schokonikoläusen wieder – und auch nicht umgekehrt – denn Lebensmittel, die einmal im Handel erhältlich waren, dürfen gesetzlich nicht weiterverarbeitet werden. Aber es ist nicht nur verboten, es lohnt sich auch nicht; Transportkosten und Arbeitsaufwand würden den Nutzen übersteigen wenn der Hersteller den Preis des Endproduktes nicht  unverschämt in die Höhen treiben will. Der Weg der nicht verkauften Osternaschereien führt stattdessen in eine ganz andere Richtung, weg vom Gewinn der Schokoladenindustrie, hin zur Wohltätigkeit. Gelingt es nämlich nicht Osterhasen und Co. (teilweise bereits am Karsamstag) zu Spottpreisen noch an den Mann zu bringen, werden die Restposten verschenkt und kommen so gemeinnützigen Organisationen und Kindergärten zu Gute.

Neben Osterkranz (Rezept), Lammkeule (Rezept) und Osterlamm (Rezept) gehört der Hase einfach zu Ostern dazu. Wer die milden Temperaturen für einen gemütlichen Osterbrunch im Freien nutzen will oder noch auf der Suche nach dem passenden Restaurant für die Feierlichkeiten ist, sollte unbedingt auf speisekarte.de suchen und finden. In diesem Sinne allen Feinschmeckern und Naschkatzen Frohe Ostern!

Osterhase war übrigens die richtige Antwort auf die 96. Frage im Schlemmerquiz: Wer ist das frühjährliche Pendant zum Weihnachtsmann?

Bild: The easter bunny […] von Benson Kua
Quelle: Wikimedia

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