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Kochen mit Bier

Mülltrennung, Pünktlichkeit, Sauerkaut und Bratwurst – Klischees und Produkte, die aus den Köpfen dieser Welt als Inbegriff für Deutschland nicht mehr wegzudenken sind. Was in dieser Reihe natürlich nicht fehlen darf? Das Bier! Denn schon seit hunderten von Jahren spielt Good Old Germany die wohl wichtigste Rolle auf dem weltweiten Biermarkt. Seit 1994 wird dem deutschen Hopfensaft am 23. April deswegen auch ein ganzer Tag gewidmet: der Tag des deutschen Bieres.

Mit dem 23.April jährt sich aber nicht nur der Tag des deutschen Bieres, sondern seit 1516 auch das vom bayerischen Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt erlassene Deutsche Reinheitsgebot des Bieres. In seiner ursprünglichen Form besagte es, dass lediglich Gerste, Hopfen und Wasser zur Herstellung des edlen Guts verwendet werden durften. Auch wenn sie heute für den Brauprozess unabdingbar ist, wurde die Hefe zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwähnt; man munkelt dies läge schlichtweg an dem fehlenden Wissen über die Herstellung und Verwendung des natürlichen Gärungsmittels. Was heute als Bier bezeichnet werden darf, wird durch die Bierverordnung von 2005, die noch stark an das Reinheitsgebot von 1516 angelehnt ist, geregelt. Gerade für den Vertrieb auf dem deutschen Markt gelten hierbei besonderes strenge Richtlinien, während diese für Exportware, aber auch für importiertes Bier aus anderen Ländern, lockerer gehandhabt werden. Nicht zuletzt deswegen gilt Deutschland mit seinen rund 1300 Brauereien und ca. 5000 Biermarken wohl als die Nummer eins in Sachen Bier weltweit. Das kann der deutsche Gewinner des World Beer Awards 2011 nur bestätigen: der bayerische Weizenbock Weihenstephaner Vitus.

Einer der wichtigsten Herstellungsschritte, der das Bier überhaupt erst zum Bier macht, ist die alkoholische Gärung. Hierbei wird der Biersud aus Brauwasser, Malz (bearbeitetes Getreide) und Hopfen mit Hefe versetzt, erhitzt und anschließend gefiltert. Bei diesem Prozess verwandeln die Mikroorganismen aus der Hefe den im Sud enthaltenen Malzzucker in Ethanol, sogenannten „Trinkalkohol“. Die Sorte des Bieres bestimmt übrigens die Menge des beigemischten Hopfens; Pils benötigt beispielsweise in etwa doppelt so viel der bitteren Hopfendolden wie Exportbier. Aber auch die Wasserqualität, die Gärdauer und -temperatur, die Art der Lagerung und die Temperatur und Dauer bei der Malzherstellung haben einen großen Einfluss auf den Geschmack und die Farbe des Bieres.

Der beliebte Gerstensaft eignet sich aber noch zu viel mehr, als nur zum löschen des Grills oder als Belohnung am Feierabend. Denn ähnlich wie Wein, bietet Bier eine breite Palette an Geschmacksnuancen, wodurch sich die zahlreichen Sorten unterschiedlich gut zu den verschiedensten Speisen eignen. Mit der richtigen Wahl lässt sich so ziemlich jedes Gericht erstklassig unterstreichen: helles Weizenbier und Export passen perfekt zum Salat, Meeresfrüchte kombiniert man am besten mit Pils und zum Nachtisch bieten sich Kölsch, dunkles Bockbier oder Malztrunk als ideale Ergänzung an (mehr schmackhafte Kombinationen auf Empfehlung der deutschen Brauer).

Aber nicht nur als flüssiger Begleiter zum Essen, sondern auch als Zutat macht das Brauereigut eine gute Figur, denn es verleiht Ihren Gerichten ein besondere Note, übertönt aber nicht den eigentlichen Geschmack. Zu Ehren des Gerstensaftes wollen wir Ihnen hier ein komplettes Menü vorstellen – in der Hauptrolle: das Bier. Als Vorspeise und Appetitanreger für alle die es deftig mögen, servieren wir einen leichten Obatzda (Rezept), dazu ein bekömmliches Bierkutscherbrot (Rezept). Wir gehen über zu einer simplen aber dennoch eindrucksvollen Schwarzbiersuppe (Rezept) gefolgt von unserem Hauptgang. Hier sollte bei gleich drei unterschiedlichen Gerichten für jeden Geschmack das richtige dabei sein. Wählen Sie zwischen Pasta mit scharfer Bier-Tomaten-Sauce (Rezept), Kalbsbraten in Biersoße (Rezept) und, für die Mutigen, Chili Con Carne mit Schokolade und Schwarzbier (Rezept). Wer noch nicht genug hat, kann sich zum Nachtisch mit Biermousse (Rezept) das Leben ein wenig versüßen. Denn Abschluss schafft ein vollmundiger bayerischer Bierlikör (Rezept).

Und als ob das nicht alles schon genug wäre, ist Bier, in Maßen, auch noch gesund. Denn mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Vitamin B (die man hauptsächlich dem Malz zu verdanken hat), soll der Hopfensaft unser Herzinfarktrisiko senken, uns körperlich und geistig fit halten und für starke Knochen sorgen. Und auch wenn sich der Mythos vom Bierbauch wacker hält, brauchen Bierliebhaber sich nicht mehr Sorgen um ihre Rundungen zu machen als jeder andere Mensch auch. Denn mit ca. 90kcal/200ml hat Bier weniger Kalorien als Rotwein (ca. 160kcal/200ml), eine Kugel Eis (ca. 110kcal/50g) oder ein Brötchen (ca. 140kcal/50g).Nebenbei hat es sogar eine isotonische Wirkung, lässt sich von unserem Körper also besonderes leicht und schnell verwerten, und ist somit die ideale Begleitung beim Sport.

2010 trank der Deutsche im Schnitt 109,6 Liter Bier – toppen konnten das nur die Tschechen. Wir sind der Meinung Bier sollte nicht nur im Glas, sondern liebend gern auch öfter auf unseren Tellern landen. Testen Sie doch einfach einmal einige unserer Rezeptvorschläge oder verwöhnen Sie sich in Ihrem Lieblingsrestaurant mit Gerichten, die mit Bier zubereitet wurdenspeisekarte.de hilft Ihnen dabei und das nicht nur am Tag des deutschen Bieres.

Bier war übrigens die richtige Antwort auf die 98. Frage im Schlemmerquiz: Die Reinheit welchen Produktes wird mit dem wohl ältesten Lebensmittelgesetz der Welt seit 1516 geschützt?

Bild oben: Weissbier von cyclonebill
Quelle: Wikimedia
Bild unten: Logo “Tag des Deutschen Bieres” vom Deutschen Brauer-Bund e.V.
Quelle: Webseite Deutscher Brauer-Bund

Veröffentlicht am 19. April 2012 um 12:02 Uhr von Monique
  1. DieSys schreibt:

    Schöne Rezeptideen, wenn ich mit Bier koche, wird es meiste ein Hefeteig für Pizza oder ähnliches, also anstatt der Hefe.


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