Was ist eigentlich … Aphrodisiakum?

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Schon seit ewigen Zeiten experimentiert die Menschheit mit der Herstellung von natürlichen Potenzmitteln. Druiden, Schamanen und antike Heilkundige kannten Kräuter und Rezepte zur Herstellung von Substanzen, welche anregend auf die Libido wirken. Es gibt eine ganze Reihe von potenzsteigernden Lebensmitteln – die Aphrodisiaka. Der Begriff, der seinen Namen der griechischen Göttin der Liebe Aphrodite verdankt, wird als „Liebesgenuss“ übersetzt.  Als anregende Speisen gelten insbesondere Meeresfrüchte, Kräuter, Gewürze sowie einige Früchte und Gemüsesorten. Im Detail sind das:

Meeresfrüchte
Meeresfrüchte wie Austern (Rezept: Gratinierte Austern), Jakobsmuscheln und Beluga-Kaviar sind die bekanntesten Aphrodisiaka. Die Mischung aus hohem Anteil von Eiweiß und Zink fördert die Produktion des Sexualhormons Testosteron, das nicht nur bei Männern sondern auch bei Frauen auf die Libido wirkt. So heißt es, wer einen anderen Menschen zum Austern-Essen ausführt, setzt ein Signal, dass er mehr als nur Zusammenessen vorhat.
Kräuter
Kräutern wird in vielen alten Schriften, von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit, aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Besonders Schnittlauch, Koriander, Thymian, Basilikum und Muskatellersalbei sind aus der Liebesküche nicht wegzudenken.
Früchte
Auch einigen Früchten wird eine aphrodisierende Wirkung bescheinigt.
Der Granatapfel (Rezept: Granatapfel-Drink mit Prosecco und Minze) galt schon in der griechischen Mythologie als der Lieblingsbaum der Göttin Aphrodite. Außerdem wird er als Symbol für die Liebe, Nektar der Liebenden und Fruchtbarkeit angesehen.
Der hohe Anteil an Vitamin-C in Erdbeeren (Rezept: Miesmuscheln mit Erdbeersahne) steigert die Ausschüttung von Sexualhormonen. Dies ist in Verbindung mit Champagner besonders wirksam.
Im Orient werden frische Feigen durch ihre Süße und das Aroma als sinnliches Aphrodisiaka verwendet.
Gemüse
Der Sellerie (Rezept: Sellerieschaum mit frittierter Petersilie und Serranospieß) wurde im Mittelalter als Potenzmittel verwendet. Er enthält viele Vitamine und Mineralstoffe sowie das männliche Androstenol, das eine im Laborversuch erwiesene anziehende Wirkung auf Frauen hat.
Sowohl weißer als auch grüner Spargel (Rezept: Spargel-Ei-Auflauf) stimulieren den Flüssigkeitshaushalt und regen damit den Stoffwechsel an. Auch aufgrund seiner Form wird er  als sinnliches Lebensmittel bezeichnet.
Spinat und andere Blattgemüse sollte man jedoch meiden.
Gewürze
Von den aphrodosierenden Gewürzen gelten Ingwer, Chilli und Vanille als besonders stimulierend.
Die frisch zubereitete Wurzel des Ingwers hat wegen den enthaltenen ätherischen Ölen und des für die Schärfe zuständigen Gingerol kreislaufanregende und durchblutungsfördernde Wirkung. In Indien wird sie sogar als „heißes“ Gewürz bezeichnet.
Die Schärfe der Chilli ist anregend, denn die Schärfe wird uns nicht über unseren Geschmacksinn übermittelt, sondern es geschieht eine sanfte Stimulation unserer Schmerzrezeptoren. Dabei wird das Glückshormon Endorphin freigesetzt.
Die Vanille (Rezept: Mohn-Vanille-Mousse mit heißer Himbeersauce) ruft mit ihrem süßen Aroma Glücksgefühle hervor, die außerdem Stress und Anspannungen vergessen lassen.
Schokolade
Es gibt eine Legende, dass der letzte Herrscher der Azteken, Montezuma, vor dem Besuch seines Harems eine große Menge Schokolade getrunken haben soll. Auch der italienische Abenteurer Giacomo Casanova liebte Schokolade, er zählte sie zu einem der besten Produkte, die Sinnlichkeit erregen.
Schokolade (Rezept: Schokoladen-Baiser-Plätzchen) ist in der Lage, das sogenannte „Center of love“ im Gehirn, durch einen Teil von Phenylethylamin und einigen anderen Substanzen zu stimulieren, so dass der Körper „Glückshormone“ wie Serotonin und Endorphine produziert. Die Wissenschaftler glauben außerdem, dass in dieser Hinsicht Frauen besonders stark betroffen sind.
Darüber hinaus haben Theobromin und Coffein eine leicht anregende Wirkung auf das Herz-Kreislauf- und Nervensystem. „Kohlenhydrate der Schokolade“ stellen leicht zugängliche und schnell verbrennbare Energie dar, die Fette der Kakaobutter dagegen werden langsamer verdaut und versorgen den Menschen mit  Energie über einen längeren Zeitraum. All diese Faktoren machen die Schokolade zu einem der wichtigsten essbaren Aphrodisiaka.
Kaffee
Dass Kaffee munter macht, weiß jeder. Wissenschaftlich wurde außerdem belegt, dass er die Durchblutung und somit auch das Liebesleben fördert. So haben US-Forscher herausgefunden, dass Kaffeetrinker sexuell aktiver als Teeliebhaber sind.
Eine weitere Untersuchung dazu ergab, dass Kaffeeliebhaber seltener Erektionsprobleme haben als Teetrinker. Der Bohnentrank bringt offenbar auch Spermien in Bewegung und kann bei bestimmten Formen der männlichen Unfruchtbarkeit helfen, so die brasilianische Forscher.

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Aphrodisiakum war übrigens die richtige Antwort auf die 112. Frage im Schlemmerquiz: Wie nennt man liebesanregende Lebensmittel, die ihren Namen der griechischen Liebesgöttin verdanken?

Bild: Food with love von BukephalosSeafood dish von Elapied7KräuterDerGrünenSoße von Irene MüllerGranatäpfel von joergens.mi; Landwirtschaftliches Hauptfest Gemüse von Xocolatl409841087 b7bcac1bd5 o von judepicsSchokolade Halbfabrikat von Chocolat Frey AG; Segafredo Tasse Kaffee mit Milch und Zucker von 4028mdk09

Quelle: Wikimedia

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