pastinake

Was ist eigentlich … Pastinake?

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Seit der Pastinake wissen wir, dass nicht nur Sportler oder Musiker ein Comeback feiern können,  sondern auch Gemüsesorten. Auch als Moorwurzel und Hammelmöhre bekannt, wurde sie vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V., zu Recht, zur Gemüsepflanze des Jahres 2011 gekürt! Die köstliche Wurzel war  nämlich ca. 200 Jahre von den deutschen Tellern verschwunden. Schuld war ihre lange Wachstums-Phase, weshalb sie im 18. Jahrhundert von der Kartoffel und der Karotte als Grundnahrungsmittel  ersetzt wurde.

Die Pastinake wird von März bis Mai ausgesät und verbringt dann den kompletten Frühling und Sommer bescheiden unter fast allen Gartenböden. Im Oktober wird dann mit der Ernte begonnen, bei der es zu optischen Verwechslungen mit der Petersilienwurzel kommen kann.

Die 4-8 cm dicke und ca. 25 cm lange Pastinake ist in Europa und Nordasien weit verbreitet und hat weltweit zahlreiche Groupies, insbesondere in England, Frankreich und während der Weihnachtszeit sogar in den USA. Im kühlen Irland verwenden Kenner das cremeweiße Wurzelgemüse sogar zum Bierbrauen und zur Herstellung von edlen Weinchen. In der Industrie wird das frostharte Gemüse zur Herstellung von HiPPer Babynahrung verwendet.

Bei so großer Beliebtheit fragt man sich was das Besondere an dem zarten Fruchtfleisch der Moorwurzel ist. Kenner und Genießer sind sich einig: Es ist der angenehm süßliche und würzige Geschmack! Und wie man es pflichtgemäß von einem Gemüse erwartet, enthält die Pastinake auch einige gesundheitsfördernde Stoffe, darunter die Vitamine E und C,  das ätherische Öl Apiol, Eisen, Folsäure, Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphor. Pastinaken sollten daher auf dem Speiseplan werdender Mütter nicht fehlen, da während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure zu achten ist.  Sie wirken außerdem unterstützend bei Blasen- und Nierenbeschwerden, regen die Verdauung an und besitzen bei salzarmer Zubereitung eine leicht wasserausschwemmende Wirkung.

Die Zubereitung der köstlichen Wurzel ist kinderleicht und setzt keinesfalls den Besuch einer Kochschule voraus. Ob roh, gebraten, gekocht, als Suppe oder als Chips, erfreut die Pastinake jeden Gaumen.

Unser Favorit zur Eröffnung eines genüsslichen Herbst-Dinners ist eine Pastinaken-Maronen-Suppe (Rezept). Die kulinarische Symbiose von Pastinaken und Maronen, abgelöscht mit Weißwein und verfeinert mit frischer Muskatnuss, beeindruckt sogar verstimmte Schwiegermütter und erfordert nur 30 Minuten Zubereitungszeit.

Wer aber auf die Wurzel als Starter verzichten möchte, um sie lieber im Hauptakt einzubinden, der sollte Pastinaken Rösti mit Catalonia und Kräutercreme (Rezept) zubereiten. Das Rezept verspricht durch die Kombination des Löwenzahnähnlichen Catalonia mit der Süße der Pastinaken und der frischen Kräutercreme eine „petersilig-erdig, sauere und vollbittere“ Gourmet-Reise. Ausprobieren ist angesagt!

Ihr Gehalt an Kohlenhydraten ist mit dem der Kartoffel vergleichbar und sie ist reich an Ballaststoffen, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt.

Genauso kreativ wie die Zubereitungsmöglichkeiten der Hammelmöhre, sind auch die Bezeichnungen ihrer Sorten. Zu den Bekanntesten gehören beispielsweise der „Gladiator“, der „White King“ und der „Halblange Weiße“.

Wenn  Ihnen nun das Wasser im Mund zusammenläuft und Sie sich vom feinen Geschmack der Pastinake heute noch überzeugen möchten, suchen Sie sich am besten mit unserer Speisen- und Zutatensuche auf www.speisekarte.de ein passendes Restaurant in Ihrem Ort aus, das Pastinaken auf der Speisekarte hat.

Und weil das Auge immer mitisst, freuen wir uns wenn Sie ein Foto von der Speise, gleich vor Ort, mit Ihrem iPhone hochladen.

Wir wünschen noch eine kulinarische Woche und bis bald!

Pastinake war übrigens die richtige Antwort auf die 114. Frage im Schlemmerquiz: Welcher attraktiven Gemüsepflanze wird der Gladiator zugeordnet?

Bild: geerntete Pastinaken-Pflanze von Goldlocki
Quelle: Wikimedia

Ein Gedanke zu „Was ist eigentlich … Pastinake?“

  1. Das Pastinaken solange in der Versenkung waren, ist fast unglaublich. Sie sind für mich perfekt im Wurzelgemüse, dass man zum Schmoren braucht. Oder ganz lecker als Vorspeise: Pastinaken mit frischen Granatapfelkernen. Lecker!

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