Portulakpflanze

Was ist eigentlich … Portulak?

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Die Raukepflanze ist seit einigen Jahren auf einem kulinarischen Feldzug durch hiesige Gefilde; Lange Zeit in Vergessenheit geraten, ist doch vor Allem die Verbreitung des – viel melodischer klingenden – italienischen Namens dieser Pflanze dafür verantwortlich, dass mehr und mehr Gaumen (wieder) auf den Geschmack des Rucola gekommen sind. Ganz anders ergeht es dem Portulak, einer Pflanzenart, die dem Rucola optisch und geschmacklich zwar ähnlich ist, jedoch so gar keinen kessen Namen trägt. Wie viele andere Wildgemüsesorten wird die grüne Pflanze heutzutage hierzulande leider nur noch selten zubereitet.

Der Portulak wird auch Postelein, Burzelkraut, Bürzelkohl oder Kräusle genannt und ist – wie der Rucola – eine Gemüse- und Gewürzpflanze. Die Pflanze besteht aus langen, sehr fleischigen Stängeln und saftigen, grünen Blättern. Sie ist weltweit in den warmgemäßigten Zonen verbreitet und zeichnet sich durch ihre Widerstandsfähigkeit aus: So ist die Pflanze nicht nur schwimmfähig, sondern auch meerwasserbeständig.

Das dankbare Gemüse schmeckt dabei auch noch herrlich lecker und besticht durch seinen angenehm säuerlich, salzigen wie nussigen Geschmack. Portulak kann roh als Salat (Rezept) oder gedünstet als Gemüse zubereitet werden. Als Gewürz findet man Portulak zur Verfeinerung von Brühen, Suppen oder Soßen. Besonders schmackhaft ist Portulak zubereitet nach „holländischer Art“: Hierfür werden die Blätter des Portulak im ersten Schritt mit siedendem Wasser überbrüht und gehackt. Anschließend werden sie mit Butter gedünstet, gewürzt und mit Eigelb und Mehl gebunden. Weitere leckere Rezeptideen sind Gnocchi mit Portulak (Rezept) oder – für die, die es etwas deftiger mögen – Bündner Tatar mit Portulak (Rezept).

Seine Widerstandsfähigkeit, Vielseitigkeit und sein guter Geschmack sind noch lange nicht alles, was das Gemüse mit den vielen seltsamen Namen kann: Portulak ist mit seinem hohen Anteil an Magnesium, Kalzium, Eisen und Vitamin C auch sehr gesund. Nicht grundlos taucht der Portulak bereits in einer alten babylonischen Schrift aus dem achten Jahrhundert vor Christus als Heilpflanze auf. Weiterhin sagt(e) man dem Portulak eine heilende Wirkung gegen Sodbrennen und wackelige Zähne nach. Auch die Arterien eines Menschen soll das Wundermittel stärken.

Vielleicht wird der fast vergessene Portulak, den man heutzutage leider meist nur in den Regalen sehr gut sortierter Gemüsehändler und vorzugsweise in Bioläden erwerben kann, es seinem Vorbild, dem Rucola, doch noch gleichtun und – trotz des antirhythmischen Namens – wieder populärer Bestandteil der hiesigen Küche werden.

Bilder: Portulaca oleracea from Turkey / Urheber: Maderibeyza, Kleine Winter Posteilein Close Up / Urheber: TeunSpaans ,

Quelle: Wikimedia Commons

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