Kräuter- und Gewürzkunde…Oregano

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Oregano kennen die meisten von uns aus der mediterranen Küche. Auf Pizzen, in Pasta, aber auch in Gemüse und Suppen ist er dort nicht wegzudenken. Da er ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, ist der Oregano natürlich auch ein wichtiger Bestandteil der türkischen, spanischen und griechischen Küche. Die Pflanze hat die griechische Bedeutung „Bergzierde“, da sie kalkhaltige und trockene Böden bevorzugt und somit meist auf Berghängen wild zu wachsen beginnt. Nach der griechischen Mythologie zur Folge, erklärten die Einheimischen den Oregano zur „Pflanze der Liebesgöttin Aphrodite“, die den Brautpaaren immer einen Oregano-Kranz auf den Kopf setzte. Dieser sollte für eine langanhaltende Liebe sorgen, da der süße würzige Duft als Symbol der Freude und des Glücks galt. Im Mittelalter wiederum war der Oregano oder auch Dost genannt hilfreich, um Hexen zu vertreiben und Dämonen abzuwehren.

Aber tatsächlich steckt hinter unserer Zauberpflanze mehr als nur ein aromatisches Gewürz, das dem Majoran ähnelt und deswegen auch „wilder Majoran“ bezeichnet wird. Je frischer das Kraut, umso besser schmeckt und heilt er. Ja genau, diese Pflanze ist eine sogenannte Heilpflanze, die leider von vielen Menschen unterschätzt wird!

Sie wird schon seit Jahrhunderten bei verschiedenen Krankheiten, wie Fieber, Durchfall, Erbrechen und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Oregano kann aber noch viel mehr, denn in Form eines Öls wirkt er gleich sehr viel stärker antibakteriell. Unvorstellbar, dass eine aktuelle Studie belegt, dass er sich gegenüber den verschiedensten Antibiotika zur Behandlung von Infektionen mit Staphylokokken Bakterien  durchgesetzt hat. Darüber hinaus enthält der Oregano neben Beeren und Karotten eine sehr hohe Menge an Antioxidantien, die Krebs, Diabetes, Herzerkrankungen und Hautalterung entgegenwirken.

Bevor man aber beginnt Oregano als Nahrungsergänzungsmittel zu nutzen, sollte man das vorerst mit dem Arzt besprechen, da er eine Blutverdünnung auslösen kann.

Diejenigen, deren Interesse an dieser Heilpflanze nun geweckt wurde, können sich im Garten selbst ein Pflänzchen groß ziehen und von seinen Vorteilen profitieren. Diese Pflanze bevorzugt trockene und sonnige Plätze und ist normalerweise auch winterresistent. Wenn sie anfängt zu blühen, einfach den Stängel zusammen mit Blüten und Blättern abschneiden und zum Trocknen an einem Bündel kopfüber aufhängen. Danach die ausgedörrten Blüten und Blätter abreiben und in einem luftdichten Behälter lagern.

Die Intensität des Aromas hängt vom Standort, den Bodenverhältnissen und natürlich auch vom Klima ab. Vor allem der griechische Oregano ist bekannt für seinen intensiven Geschmack, aber auch der Mexikanische ist nicht ganz ohne, er würzt das dortige Nationalgericht Chili con carne (Rezept). Mit seinem kräftigen, leicht pfefferartigen Geschmack harmoniert er wunderbar mit anderen Kräutern, wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Basilikum oder Liebstöckel, nur mit seinem näheren Verwandten dem Majoran, verträgt er sich nicht. Dass sich sein Aroma so richtig entfalten kann, wird empfohlen, den Oregano mindestens 15 Minuten mitzukochen – bzw.  garen zu lassen. Dennoch sollte man vorsichtig mit der Menge sein, mit der man eine Speise würzt, da der Oregano eine sehr intensive Würzkraft besitzt.

Bei welchen Rezepten es sich auf jeden Fall für Sie lohnt, diese tolle Pflanze in Ihren Garten zu involvieren erfahren Sie im nächsten Absatz:

Haben Sie schon einmal von „Dolma“ gehört? Dabei handelt es sich um gefüllte Weinblätter mit Tomaten-Oregano-Sauce (Rezept), mit nur 25 min Zubereitungszeit, probieren Sie es doch einfach mal aus! Oder wie wäre anstatt beim Italiener zu essen, Cannelloni mit Bolognesesauce selbst zuzubereiten? (Rezept). Etwas Ausgefallenes wäre die Fladenbrotpizza (Rezept) und im Gegenzug dazu, eine eher klassische Speise, die wirklich jedem schmeckt, ist die „gemista“ oder auch gefüllte Paprikaschoten (Rezept).

Schlemmerquiz-Auflösung: Welches Gewürz darf auf einer traditionell italienischen Pizza keinesfalls fehlen? Na klar – Oregano!

Bilder: Ivar Leidus
Quelle: Wikimedia Commons

 

Ein Gedanke zu „Kräuter- und Gewürzkunde…Oregano“

  1. Wow ich wusste gar nicht wie gut Oregano eigentlich ist.
    Ich werde künftig dieses tolle Gewürz in meinen Speiseplan aufnehmen.

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