Was isst man in … Deutschland am Karfreitag?

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Der Karfreitag ist ein christlicher Feiertag am Freitag vor Ostern, mit dem die österliche Dreitagefeier, das so genannte „Triduum Sacrum“, eingeleitet wird. In der Karwoche gedenken gläubige Christen der endenden Passion, d.h. sie betrauern Jesus, der nach langem Leidensweg am Kreuz starb. Der Wortbestandteil „Kar-“ stammt vom althochdeutschen „kara“ ab, was so viel bedeutet wie „Leiden“ oder „Wehklage“. Was viele gar nicht wissen: Der Karfreitag bildet zusammen mit Ostern den Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres, steht also noch über Weihnachten. Das ist sowohl in der katholischen als auch der evangelischen Kirche so.

Während der gesamten Fastenzeit vor Ostern geht es primär darum, für seine Sünden zu büßen. Sie unterscheidet sich damit von der Trauerfastenzeit, die der Karfreitag einleitet, in der man von der Buße zum Trauern übergeht. Dies wird durch besonders strenges Fasten zelebriert. Am Karfreitag wird häufig Fisch in den verschiedensten Variationen gegessen. Es geht aber nicht nur um den Verzicht auf Fleisch, der Fisch ist auch eines der ältesten christlichen Symbole und steht daher hoch im Kurs. Natürlich ist für viele das Verspeisen von Fisch heutzutage eher Tradition, als dass es aus religiöser Überzeugung erfolgt.

Fetter Fisch wie Lachs in den verschiedensten Zubereitungsformen und Karpfen sind übrigens nicht nur wegen ihres hohen Gehalts an gesunden Omega-3-Fettsäuren zu empfehlen. Gerade in den sonnenarmen  Wintermonaten liefern sie viel Vitamin D3, welches sonst durch Sonnenlicht über die Haut gebildet wird. Sie tragen also dazu bei, eine ordnungsgemäße Funktion des Immunsystems sowie einen normalen und gesunden Knochenbau aufrecht zu erhalten. Und falls Fisch gerade nicht erwünscht ist: Auch Avocado, ob nun roh im Salat oder zubereitet in Guacamole , Kalbfleisch, zum Beispiel als Carpaccio  oder originales Wiener Schnitzel, und  Hühnereier enthalten vergleichsweise hohe Dosen des Vitamins.

Generell sind leichte Gerichte wie der eben erwähnte Fisch, Gemüse oder Salate natürlich auch eine gute  Vorbereitung auf die Festmahle, die an den Osterfeiertagen folgen. Dazu zählen etwa Leckereien wie Zitronen-Spaghetti mit Lachs und Rosenkohl (Rezept), die man natürlich nicht nur am Karfreitag genießen kann. Auch eine prima Idee: Gebratener Heilbutt auf Senfschaum (Rezept). Wer es lieber vegetarisch hätte und Lust hat selbst zu kochen, kann sich natürlich an Köstlichkeiten wie Spinatlasagne (Rezept) versuchen. Eine andere fleischlose Möglichkeit ist ein Kartoffelgratin mit Sahne.

Ach ja, neben dem religiösen Aspekt des Fastens zur Buße bzw. Trauerfeier sorgt die (gewollte) Mangelversorgung des Gehirns mit wichtigen Nährstoffen auch dafür, dass man mit Glück einen tranceähnlichen Zustand erreicht. Schon die Maya kannten diesen Vorgang – mittels bestimmter Riten veränderte man seine Wahrnehmung, engte sie so ein und hatte bisweilen Halluzinationen, mit denen man seinem Gott näher kommen konnte. Dadurch wird eine Selbstfindung erleichtert und „göttliche“ Eingaben sind natürlich auch ein durchaus erwünschter Nebeneffekt.

Bild: Melchior2006
Quelle: Wikimedia Commons

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