Was sind eigentlich … Macarons?

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Das Macaron ist ein französisches Baisergebäck aus Mandelmehl, nicht zu verwechseln mit den deutschen Kokos-Makronen oder den italienischen Maccheroni. Den Namen kann man vom italienischen Verb (am)maccare ableiten, was so viel bedeutet wie zerdrücken oder zerquetschen, oder auch vom venezianischen maccarone mit der Bedeutung „feiner Teig“. Ein anderer, nicht so bekannter Name des teuren Gebäcks ist „Gerber“. Es gibt viele verschiedene Varianten der traditionellen Leckerei, die verbreitetste in Frankreich ist jedoch die der kleinen Doppelscheibe mit einer Cremeschicht in der Mitte. Macarons sind der Stolz der französischen Patisserie und gelten als deren Juwel. Zu den großen Namen der Pariser Macaronskünstler gehören Ladureé, Dalloyau und Hermé. Egal zu welchem Anlass, ob als Lieblingssüßigkeit der Kinder, zu einer Tasse Tee in den schönsten Teehäusern Paris oder einfach nur zum Frühstück ist das kleine Gebäck immer etwas Besonderes.

1533 soll die Süßigkeit von Florenz nach Frankreich gebracht worden sein, aber auch schon im 9. Jahrhundert wurden angeblich Gebäcke auf Nussbasis hergestellt. Anfangs waren es noch einfache und farblose Kekse aus Mandelmehl, Zucker und Eiweiß, später wurde dann Konfitüre oder Creme mit eingebacken oder nach dem Backen eingefüllt. Je nach Region wurde das Rezept unterschiedlich weiterentwickelt, die Grundbestandteile – Eiweiß, Zucker und Mandel – blieben jedoch immer gleich. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Pierre Desfontaines – der Enkel von Louis Ernest Ladureé – die Idee, Macarons mit doppelter Schale und Füllung herzustellen, so wie man sie heute kennt. Seitdem werden sie national in Frankreich gefeiert. In dieser Variante hat das Gebäck den größten Bekanntheitsgrad in seinem Heimatland und weltweit erlangt, dennoch stellen es viele französische Städte weiterhin traditionell ohne Farbstoffe oder künstliche Zusatzstoffe her. Diese haben fast keine Ähnlichkeit zur bekannten Version, beruhen jedoch auf denselben Grundzutaten. Es gibt sogar extra einen Feiertag für Macarons in Frankreich: Seit 2005 wird am 20. März der „Jour du Macaron“ gefeiert.

Trotz seines leichten und lockeren Erscheinungsbildes ist das ca. 3-5 cm große Macaron eine richtige Kalorienbombe. Die Baiserböden enthalten Eiweiß, Puderzucker, sehr fein gemahlene Mandeln und Lebensmittelfarbe. Unter der hauchdünnen, glatten Kruste hat das leicht gewölbte Mandelbaiser eine weiche, feuchte und cremige Konsistenz, was es schnell im Mund zergehen lässt. Die Füllung ist für gewöhnlich aus Buttercreme, Ganache oder Konfitüre, jedoch gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Farben und die verschiedensten Geschmacksrichtungen. Die Herstellung der Macarons ist nicht einfach und setzt eine sehr genaue Beachtung des Rezepts, der Zutatenmengen, der Backtemperatur und -dauer und der Ruhezeiten voraus. Auch die richtige Menge an Füllung ist wichtig für die perfekte Balance des Geschmacks. Die Leckerei muss nach der Herstellung möglichst schnell verzehrt werden, da sie schon innerhalb von zwei bis vier Tagen hart wird. Ein besonderes Merkmal der Macarons sind die sogenannten „Füßchen“, wie der ungleichmäßige Rand bezeichnet wird.

Wer sich schon einmal daran versucht hat Macarons zu backen, weiß, dass das wirklich kein Kinderspiel ist. Dennoch gibt es viele tolle und außergewöhnliche Rezepte, die man unbedingt einmal ausprobieren sollte, wie zum Beispiel die Zitronen-Basilikum-Macarons (Rezept) oder Macarons mit Schokoladen-Pistazien-Ganache (Rezept). Aber auch die traditionellere Version mit Vanillebuttercreme (Rezept) ist sehr empfehlenswert. Eine abwechslungsreiche Alternative bieten die Salzkaramell-Macarons (Rezept)

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte.

Schlemmerquiz-Auflösung: Wir wollten von euch wissen, wie man die kleinen französischen Leckereien, die aus zwei Baiserböden und einer Cremefüllung zusammengesetzt sind, nennt! Die Antwort lautet natürlich „Macarons“.

Bild: Nicolas Halftermeyer
Quelle: wikimedia commons

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