krapfen, berliner

Was ist eigentlich … Krapfen?

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Faschingszeit ist Krapfenzeit! Und damit kommen wir auch gleich zum Thema: Der Krapfen. Oder auch Berliner, Berliner Ballen, Pfannkuchen oder Kreppel genannt. Wie man das Gebäck bezeichnet, ist jedem selbst überlassen, denn den einen korrekten Namen gibt es nicht. Allerdings bezeichnen all diese Begriffe ein gefülltes Siedegebäck, welches schwimmend in heißem Fett heraus gebacken und bevorzugt zur Faschingszeit gegessen wird.

Die Herkunft des Gebäcks und somit auch die des Namens ist nicht geklärt, allerdings gibt es mehrere mögliche Geschichten darüber. Sehr alt wäre der Krapfen, wenn es wahr ist, dass die alten Ägypter und auch die Römer zu ihrer Zeit schon ein ähnliches Fettgebäck gekannt haben. Eine andere Theorie besagt, dass eine Wiener Bäckerin namens Krapf in ihrem Hof Teigballen in Fett gebacken hat. Des Weiteren wird erzählt, dass ein Berliner Zuckerbäcker für die Soldaten Friedrichs des Großen Gebäck in Form von Kanonenkugeln herstellte. Allerdings kann der Name auch vom Wort Chrapho her stammen, was so viel bedeutet wie Kralle. Denn früher sollen Krapfen eine längliche Form mit zwei Spitzen gehabt haben. Weil es so viele verschiedene Geschichten über den Ursprung des Hefegebäcks gibt, gibt es wahrscheinlich auch keine einheitliche Bezeichnung dafür. Im Großraum Berlin ist es der Pfannkuchen, in Westdeutschland hingegen ist es der Berliner, auf bayerisch heißt es Krapfen und in Hessen sagt man Kreppel. Allerdings gibt es in den zahlreichen Geschichten keinen Anhaltspunkt dafür, wieso das Hefegebäck besonders in der Faschingszeit so beliebt ist. Das lässt sich aber leicht erklären, denn das Ende des Faschings ist der Anfang der Fastenzeit. Weil früher das Fasten viel strenger eingehalten wurde als es heutzutage üblich ist, musste in der Zeit davor Energie gesammelt werden. Da der Krapfen nicht nur als nahrhaft, sondern auch als leicht erschwinglich galt, war er hierfür perfekt geeignet.

So bunt wie der Fasching sind auch die verschiedenen Variationen des Gebäcks. Hauptsächlich unterscheiden sie sich allerdings in der Füllung und Glasur. Je nach Geschmack kann man zwischen den verschiedensten Glasuren und Füllungen wählen. Überzogen ist das Gebäck meist mit Puderzucker, Zucker, Fondant oder Schokolade. Die beliebtesten Füllungen sind Marillenmarmelade, Hagebuttenmark, Pflaumenmus, Pudding oder Nougatcreme. Wer beim Biss in den Krapfen allerdings von Senf überrascht wird, dem wurde ein beliebter Faschingsstreich gespielt.

Die Faschingszeit steht vor der Tür und Sie möchten sich an dem Gebäck mit den zahlreichen Namen probieren? Vielleicht sagt Ihnen eines der folgenden Rezepte zu. Ein süßer Teig und eine süße Füllung ist für Sie zu viel des Guten? Dann probieren Sie doch mal diese Krapfen ohne Füllung (Rezept) aus. Auch für Vegetarier und Veganer gibt es eine leckere Variante (Rezept). Wenn Ihnen nicht nur zu Weihnachten der Spekulatius schmeckt, dann sollten Sie unbedingt diese Spekulatiuskrapfen mit Pflaumenmus (Rezept) ausprobieren. Falls Sie lieber normale Kreppel gefüllt mit Marmelade (Rezept) ausprobieren möchten, dann haben wir natürlich auch ein Rezept für Sie.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Backen und Genießen!

 

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