Was isst man im… Senegal?

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Man hört ja einiges über die Senegalesen: Sie sollen sehr aufgeschlossen und immer gut gelaunt sein. Doch wie schaut es mit ihrer Küche aus? Das Typische an dieser Küche ist der Fisch, was auf die Lage am Atlantischen Ozean an der Westküste Afrikas zurückzuführen ist. Aufgrund der Kolonialisierung durch Europäer, insbesondere durch die Franzosen, haben sich Kultur und Küche nach und nach verändert. Französisch ist die Amtssprache des Landes, das das Nachbarland Gambia fast komplett umschließt, aber nur etwa ein Drittel der Bevölkerung versteht und spricht die Sprache. Von etwa der Hälfte der Senegalesen wird Wolof gesprochen.

yassaTraditionelle Grundnahrungsmittel im Senegal sind Hirse, Reis, Süßkartoffeln, Gemüse sowie Fisch. Interessanterweise finden Kartoffeln allerdings nur Verwendung als Gemüse, als alleiniges Hauptgericht findet man sie auf den Tischen nicht. Aufgrund eines Mangels an Fleisch wird dieses oft importiert,was zum Teil recht teuer sein kann. Aus diesem Grund gibt es eher selten Fleisch zu essen. Wenn Fleisch auf den Tisch kommt, ist Hühnchen sehr begehrt.

Ein weiteres nationales Gericht ist „Thiéboudiène“, auch „Ceebu jën“(wörtlich aus Wolof übersetzt: Reis und Fisch) genannt. Dieses Gericht wird von Christen sowie in fast allen Restaurants meist freitags serviert. Seinen Ursprung hat „Ceebu jën“ wohl im 19. Jahrhundert in der Stadt St. Louis an der Westküste des Landes.

Heutzutage frühstückt nicht mehr jeder. Oft hat man keine Zeit oder einfach noch keinen Hunger. Im Senegal ist das Frühstück sehr wichtig, doch es wird nicht zu Hause zubereitet sondern in so genannten Garküchen. Man kann diese überall am Straßenrand finden. In Garküchen bekommt man meistens einen gesüßten Hirsebrei oder Hirseklöße in Sauermilch, sowie Süßigkeiten wie etwa Krapfen.

Mittags wird im Senegal hauptsächlich Reis mit Fisch oder bisweilen auch Fleisch und Gemüsesoße gegessen. Am Abend wird gerne in ein Restaurant gegangen. Viele kleine Lokale besitzen keine Trennwand zwischen Gaststube und Küche, wodurch man bei der Zubereitung der Mahlzeiten zuschauen kann.

An Feiertagen gibt es das Gericht „Yassa au poulet“ (Hähnchen in Zitronensaft), welches schnell und nicht aufwendig zuzubereiten ist. Das Brathähnchen wird einen Tag lang in Zitronensaft mariniert, aber wenn es schneller gehen soll kann man es auch nur ein oder zwei Stunden marinieren lassen. Zwar ist der Geschmack dann nicht so intensiv, aber je nach Vorlieben könnte diese Vorgehensweise auch Freunde finden. Die Marinade besteht aus Zitronensaft, Salz, Pfeffer, kleingeschnittener Pfefferschote, Zwiebelwürfel und Öl. Anschließend wird das Hähnchen knusprig gebraten und meistens mit Reis serviert.

„Yassa“ ist generell eine beliebte Speise mit vielen Variationsmöglichkeiten. Die traditionelle Zubereitungsmethode kann jeder selbst ausprobieren – gerne auch mit diesem alternativen Rezept. Auch „Ceebu jën“ (Rezept) kann man zu Hause machen, auch wenn es oftmals „Thieboudienne“ (Rezept) genannt wird. Wir wünschen gutes Gelingen!

Bild: Kinesira

Quelle: Wikimedia Commons

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