Zubereitung calcots

Was ist eigentlich … calçot?

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Die Calçots gelten als eine Spezialität der katalanischen Küche. Sie kommen ursprünglich aus Valls (Tarragona) und werden meistens am Ende des Winters gegessen.

Die Calçots sind eine Art Frühlingszwiebel, die speziell angepflanzt werden müssen: Zum Ende des Winters wird der Samen der Pflanze gesät und im darauffolgenden Sommer normal geerntet. Die Besonderheit der Zwiebel ist, dass diese Mitte September erneut eingepflanzt und bis zur Ernte mit Erde bedeckt wird. Dadurch behalten die Zwiebeln ihre weiße Farbe. Diesen Prozess kennt man als „calçar” und genau von daher stammt der Name dieses Gemüses.

Wie und wann werden Calçots gegessen?

Die Calçots werden auf dem Calçotada gegessen, einem traditionellen bäuerlichen Volksfest. Inzwischen findet man das Fest jedoch auch in vielen anderen Orten Kataloniens. Es findet immer im Spätwinter oder Anfang Frühling statt.

Die „Frühlingszwiebeln“ werden traditionell auf einen Rost (vorzugsweise aus Weinrebe) über offenem Feuer gegrillt. Sie sind fertig, wenn die äußere Haut schwarz und halb offen ist. Danach werden ungefähr 25 Stück in Zeitungspapier eingewickelt und 30 Minuten in ihrer eigenen Wärme gegart.

Die Calçots werden entweder mit dem Zeitungspapier oder auf einem Dachziegel serviert. Zum Verzehr werden die schwarzgebrannten äußeren Blätter mit den Händen abgestreift und der weiße, zarte und cremig innere Teil in eine Soße getunkt (oft Salvitxada oder Romesco Soße). Da die äußeren Blätter mit der Hand abgestreift werden und das Innere mit der Hand gegessen wird, ist es unvermeidlich sich zu bekleckern. Deswegen werden häufig große Lätzchen (vom Hals bis zum Knie) zum Essen in einem Restaurant gereicht.

Auf der Calçotada wird auch Fleisch und Fleischwurst, das auf der verbliebenen Glut gegrillt wird, gegessen. Dazu wird Rotwein aus dem „Porrón“, einem spanischen Trinkgefäß, oder Cava getrunken.

Bild: Silvia Martín (CC BY 2.0)

 

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