Was isst man in … Kosovo?

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Miredita, ich bin Gentiana und mache derzeit ein Praktikum bei speisekarte.de. Ich komme ursprünglich aus dem Kosovo und möchte Ihnen etwas über die albanisch-kosovarische Küche erzählen.

Obwohl der Kosovo mit 10.887 km² das kleinste Land in Südeuropa ist und zwischen dem ehemaligen Jugoslawien und Albanien hin und her gerissen wurde, haben sich einige Spezialitäten gebildet, die man nur im Kosovo finden kann.

Albanische Küche

Die Küche Kosovos ist oft deftig, mit viel Butter und Öl. Es wird viel frittiert. Kuzhina Shqiptare (=albanische Küche) verwendet eine Vielzahl von Zutaten, zu denen neben verschiedenen Getreidesorten wie z.B. Weizen, Gerste und Roggen auch verschiedene Gemüsesorten wie Tomate, Gurke, Paprika, Spinat und Kohl gehören.

Vor allem Kartoffeln, Reis und Bohnen sind Zutaten vieler Gerichte. Die am meisten verwendete Fleischsorte ist Huhn. Andere Geflügelsorten, Rind, Kalb, Ziege und Lamm spielen ebenso eine große Rolle bei der alltäglichen Ernährung. Fleisch wird immer als Beilage serviert.

Fast alle Gerichte werden zusätzlich mit Brot gegessen. Djath (Schafskäse) wird ebenso regelmäßig verzehrt und wegen seines guten Geschmacks oft als Beigabe zu den Gerichten gereicht. Die albanische Küche zeigt als Teil der Balkanküche auch orientalische Einflüsse, was bei den sehr süßen Nachspeisen deutlich zu erkennen ist.

Nationalgerichte

  • Fli (vielschichtiges Teiggericht mit Joghurtfüllung)
  • Qebapa (Rind- und Lammgehacktes vom Holzkohlengrill)
  • Pasul (Eintopf von weißen Bohnen)

Hier finden Sie das Rezept für das typischte Nationalgericht Kosovos Fli:

Fli

 

Ich kann es Ihnen nur empfehlen, es schmeckt sehr lecker. Als Beilage für Fli sind Salate und Schafskäse sehr gut geeignet, man kann Fli aber auch mit etwas Süßem wie z.B. Marmelade oder Honig essen.

 

Neben Fli sind auch Qebapa und Pasul sehr typisch.

 

Rezept für Qebapa:

Qebapa

Zutaten

1 Große          Zwiebel

2 Stk.              Knoblauch

1 kg                 gehacktes Rindfleisch

1 Esslöffel       Salz

3 Teelöffel      Vegeta Original

3 Teelöffel      Schwarzer Pfeffer

200 gr.            Paniermehl

1/2 Esslöffel    Backsoda Natron

1/2 Esslöffel    rote Paprikapulver

 

Zubereitung

Als erstes wird die Zwiebel mit dem Knoblauch püriert (beim Knoblauch entfernt man zuerst die Wurzel sonst schmeckt es zu intensiv). Danach fügt man das Pürierte, zu dem Hackfleisch zu.

Als nächstes gibt man 1 Esslöffel Salz hinzu, 3 Teelöffel Vegeta, 3 Teelöffel Schwarzen Pfeffer, 1/2 Esslöffel Paprikapulver, 200 gr. Paniermehl, 1/2 Esslöffel Natron Backsoda.

Alles gut durchkneten ca. 3 Minuten. Und beliebig formen z. B. flach für Hamburger oder als Stäbchen. Auf dem Grill ca. 15-20 min, unter Wenden zubereiten (geht auch im Backofen oder in der Pfanne).

 

Rezept für Pasul:

Pasul

 

 Zutaten

350 g               weiße, getrocknete Bohnen

1 Esslöffel       Margarine

1                    Zwiebel

2 Teelöffel      Paprikapulver edelsüß

1 Teelöffel      Mehl (wenn nötig oder gewünscht, wird dadurch fester)

evtl. 250g       Rindfleisch oder Lammfleisch am Stück

 

Zubereitung

Zuerst die Bohnen im heißen Wasser mit der Margarine so lange kochen bis die Bohnen weich sind. Die Bohnen sollten mit Wasser komplett bedeckt sein. Während der Kochzeit der Bohnen , die Zwiebel schälen und klein würfeln.

Wenn die Bohnen weich sind, Topf von der Platte nehmen, Zwiebeln glasig andünsten, Paprikapulver unterrühren (falls nötig oder gewünscht, noch 1 Teelöffel Mehl dazu – wird dadurch fester). Mit dem Sud von den gekochten Bohnen ablöschen und mit einem Schneebesen schnell verrühren, damit keine Klumpen entstehen.

Das Ganze zu den Bohnen im Topf zurückgeben und auf kleiner Hitze noch 30 Minuten weiter kochen.

Super dazu ist frisches, warmes Brot! Wenn man möchte kann man 250 g Rindfleisch oder Lammfleisch am Stück mit den Bohnen mitkochen. Schmeckt sehr gut dazu!

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen Einblick in die vielfältige Küche Kosovos geben. Abgesehen von Fli sind die Rezepte relativ leicht nachzumachen. Ich hoffe es schmeckt Ihnen und ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren. Guten Appetit!

 

Bild1: AceDouble  Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Bild2: Takeaway  Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Bild3: Stadt Braut Quelle: flickr

 

 

 

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