Kochen im Freien

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Haben wir nicht einen fantastischen Sommeranfang 2015? Temperaturen weit über 30 Grad laden gerade dazu ein raus zu gehen. Und wenn man dann schon mal draußen ist, warum dann für die Essenszubereitung wieder in die eigenen vier Wände verschwinden? Kochen im Freien, das sogenannte „Outdoorcooking“, ist die Alternative für alle Freiluftfans. Man schont dabei nicht nur die Küche, sondern macht das Kochen zum Erlebnis.

Wer jetzt gleich an den typischen Holzkohlegrill und die obligatorischen Würstchen denkt, kennt noch nicht die neuesten Trends der Außenküche. Natürlich ist auch das Grillen noch immer ein beliebter Klassiker, wobei sich auch in diesem Bereich viel getan hat. Es werden unzählige Varianten für die Zubereitung von Grillgerichten geboten, egal ob Gas-, Elektro- oder Kohlegrill, Barbecue-Smoker, Hänge- oder Tischgrill, für Abwechslung ist gesorgt. Auch das, was auf den Grill kommt, ist deutlich vielseitiger als Steak und Wurst. Heute grillt man mit mediterranen und exotischen Einflüssen und sogar Obst vom Grill ist erlaubt. Der Nachteil beim Grillen liegt allerdings darin, dass Beilagen, Soßen und Salate in der geschlossenen Küche vorbereitet und nach außen getragen werden müssen. Für wahre Freiluftfans kommt das aber nicht in Frage.

Nicht nur gegrillt wird draußen, sondern auch gekocht. Eintöpfe, Suppen oder sogar Marmelade im Garten zuzubereiten ist eine gute Möglichkeit, um starke Gerüche aus der Wohnung zu halten und Spaß beim Kochen zu haben. Wie soll das aber funktionieren? Ganz einfach: Man nehme eine Einzelkochplatte oder ein Induktionskochfeld, die sowieso oft in Kellern verstauben, aber auch günstig angeschafft werden können, und schließe sie im Garten an. Voilà, die Außenküche ist bereit für die Zubereitung verschiedenster Leckereien. Der einzige Nachteil ist es, dass für diese Zubereitungsweise ein Stromanschluss im Garten zwingend vorhanden sein muss und das am besten an einer geeigneten Stelle.

Wer es etwas abenteuerlicher mag und keinen Strom verschwenden möchte sollte unbedingt einmal die Zubereitung von Fleisch oder Gemüse im Erdofen ausprobieren. Hierzu muss ein Loch in den Rasen gegraben werden, dass etwa 40 cm lang, breit und tief ist. Anschließend müssen Boden und die Hälfte der Außenwände mit großen Steinen ausgelegt werden, bevor mit genügend Holz in der Mitte der Steine ein Feuer entfacht wird. Dieses sollte dann in Ruhe herunterbrennen, bis nur noch eine Glut besteht. Darauf wird dann das in Alufolie verpackte Essen gelegt, das können zum Beispiel mariniertes Fleisch, Gemüse oder sogar ganze Lammkeulen oder Braten sein. Das Folienpacket wird mit der entnommenen Erde zugeschaufelt und muss nun mehrere Stunden Garen. Das dauert zwar, ist aber besonders schonend und hält Fleischgerichte zart und saftig. Diese Zubereitungsweise istübrigens schon älter als die Erfindung der Töpferei und gehört zu den weltweit ältesten Kochtechniken und sicher auch zu den günstigsten.

Eine weitere Möglichkeit zur Zubereitung leckerer Gerichte im Freien ist der Dutch Oven. Das ist ein Topf auf Gusseisen, der mit einem Deckel fest verschlossen werden kann. Dieser Topf ist sehr dickwandig und meist dreibeinig. Die Zubereitung von Eintöpfen, Gemüse, Fleisch und allen möglichen Schmorgerichten im Dutch Oven ist denkbar einfach. Die Zutaten werden in den Topf gegeben, anschließend wird dieser verschlossen und von unten und oben mit glühenden Kohlen bestückt. Die Wärme wird vom Gusseisen aufgenommen und gespeichert, sodass im Inneren eine optimale Gartemperatur entsteht. Außerdem kann auf diese Weise auch gebacken, gebraten und frittiert werden. Trotz der Namensgebung hat der Dutch Oven (dt.: holländischer Ofen) seinen Ursprung nicht in den Niederlanden, sondern in England. Jedoch war die Gusseisenproduktion Hollands bereits im 16. Jahrhundert sehr viel ausgereifter als im Vereinigten Königreich. Ein Brite brachte die Verfahren dann aber nach England und produzierte die Gusseisentöpfe für seine Landsmänner. Vor allem unter Kolonialisten erfreuten sie sich großer Beliebtheit. Eine optimale Anschaffung für alle Fans des Outdoorcooking.

Aber auch für die weniger Abenteuerlustigen unter uns gibt es Hoffnung. In vielen Restaurants können die Gäste nicht nur innen speisen, sondern auch gemütlich und entspannt in den Außenbereichen Schlemmen und Genießen. Große Kastanienbäume, der Schattenspenderklassiker in alteingesessenen Biergärten, oder auch große Sonnenschirme zum Beispiel von Sunliner helfen dabei die Hitze erträglich zu machen. Und Gegrilltes und Geschmortes schmeckt natürlich im Biergarten des Stammrestaurants genauso gut wie im eigenen Garten.

Bild: Snufkin
Quelle: pixabay

 

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