Außergewöhnliche Restaurantkonzepte

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Eines ist ganz klar: Der Konkurrenzkampf deutscher Restaurants ist hart. Vor allem, weil es immer schwieriger wird, ein Alleinstellungsmerkmal zu erlangen und sich damit einen Platz auf dem regen Markt zu sichern. Die meisten vertrauen hierbei auf besondere Qualität oder eine ausgezeichnete Zubereitung der Speisen, aber auch außergewöhnliche Konzepte setzen sich immer häufiger durch. Viele denken sicher, sie hätten bereits alles gesehen und noch verrückter könne es nicht werden. Falsch gedacht! Wir haben noch einige Gastrokonzepte ausfindig gemacht, die in Deutschland noch fehlen und an Kreativität kaum zu toppen sind.

Das erste außergewöhnliche Restaurantkonzept stammt nicht aus einem anderen Land, sondern ist auf Kreuzfahrtschiffen bereits eine übliche Institution: Schonkostbars. Hier wird speziell auf die Bedürfnisse von Allergikern und Menschen mit Unverträglichkeiten eingegangen. Gerade diese Gruppe muss in normalen Restaurants oft lange suchen, bis eine passende Speise gefunden ist. Mittlerweile müssen Allergene in jeder Speisekarte ausgezeichnet werden und oft werden laktose- oder glutenfreie Gerichte standardmäßig angeboten. In der Schonkostbar kann man sich aber auch individuelle Speisepläne zusammenstellen lassen und einen Diätkoch um Rat bitten. Nicht nur wegen Allergien, sondern auch wegen unterschiedlichen Lebensstilen und verschiedensten Ansprüchen ans eigene Essen ist es sicher eine gute Idee, auch in Restaurants an Land künftig individuelle Gerichte zuzubereiten und mehr auf die Bedürfnisse einzelner Gäste einzugehen.

... eine der wohl bekanntesten Kallorienbomben - die Currywurst!
… eine der wohl bekanntesten Kallorienbomben – die Currywurst!

In eine ähnliche Richtung geht das Restaurant Hitzberger in Zürich (Sihlcity) in der Schweiz. Hier geht es zwar nicht um Allergien, aber um eine gesunde und vernünftige Ernährung, denn auf jeder Quittung können die Gäste lesen, wie viele Kalorien und wie viel Fett sie mit der eben verzehrten Mahlzeit zu sich genommen haben. Das ist natürlich ganz im Sinne aller Diätfanatiker und Sportler, aber auch gut für alle, die einfach auf ihre Linie achten und gerne einen Überblick über ihre Ernährung haben. Vor allem spart man sich auf diese Weise lästige Recherchen im Internet und auf Kalorientabellen, die im Endeffekt nie genau stimmen, da man weder alle Zutaten noch die verwendeten Mengen in den angebotenen Gerichte genau kennt. Diese Idee darf sich gerne auch in Deutschland durchsetzen.

Individuell und aufregend ist auch ein Konzept aus Kanada, allerdings das eines Filmfestivals. Da viele der Zuschauer sicher auch großen Hunger mitbringen, kamen die Veranstalter auf die Idee, Essen zu den Filmen anzubieten. Allerdings nicht irgendwelche Gerichte. Es wurde genau das serviert, was auch auf der Leinwand zu sehen war. In deutsche Kinos sind mittlerweile häufig Restaurants integriert, in denen man sich vor oder nach dem Film dem leiblichen Wohl widmen kann. Während der Vorführung stehen aber fast immer nur die üblichen Snacks zur Auswahl: Popcorn, Nachos, Schokoriegel. Die Zusammenführung von Essen und Filmvorführung dürfte sicher vielen Gästen gefallen, und wenn dann auch noch passende Speisen zum jeweiligen Programm serviert werden, dürfte das Glück vieler Kinofans komplett sein!

Welche Zutaten dürfen bei deinem eigenen Cocktail nicht fehlen?
Welche Zutaten dürfen bei deinem eigenen Cocktail nicht fehlen?

Zu guter Letzt haben wir noch ein Konzept aus Japan, dass Individualität und Flexibilität auf die Spitze treibt. In der Logbar können Gäste ihre eigenen Cocktails kreieren. Das ist natürlich keine neue Idee und ist auch in vielen deutschen Restaurants und Bars möglich, allerdings stellt man sich in Japan nicht einfach vor den Barkeeper und erzählt diesem, was man gerne in seinem Drink haben möchte. In der Logbar kann man via iPad sowohl die Komponenten, als auch Glas, Verzierung und Zubereitungsart des Cocktails auswählen und ihn dann unter einem Wunschnamen in die digitale Karte der Bar eintragen. So kann man bei jedem Besuch schnell den Stammcocktail auswählen. Bestellt ein anderer Gast den eigens zusammengestellten Cocktail, bekommt der Erfinder sogar eine Gutschrift für seine nächste Bestellung. Dieses Konzept ist bestimmt auch in weiteren Bereichen anwendbar. Wie wäre es z.B. mit selbst zusammengestelltem Sushi oder der Lieblingspizzakreation auf der Karte des Stammitalieners?

Es gibt also noch viele Ideen und Konzepte, die es noch nicht in die deutsche Restaurantkultur geschafft haben, aber durchaus das Potenzial dazu haben. Also Augen offen halten und gespannt bleiben, was sich die deutschen Gastronomen noch alles einfallen lassen oder aus anderen Ländern übernehmen. Egal ob individuell, kalorienarm oder allergenfrei, es wird sicher nicht langweilig werden und immer etwas Neues zu entdecken geben.

Quelle: Pixabay.com
Bilder: StockSnap | bykst | Alexas_Fotos

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