Belugalinsen

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Da 2016 das Jahr der Hülsenfrüchte ist, wollen wir heute einen weiteren Vertreter der Familie vorstellen: die Belugalinse. Wie der Name schon sagt, gehört sie zu den Linsen, die besonders gute Eisenlieferanten und deshalb beliebt in der veganen und vegetarischen Küche sind. Aber es sind auch viele weitere Stoffe in Linsen enthalten, die unser Körper dringend benötigt. Sie enthalten beispielsweise viele nervenstärkende B-Vitamine, einen besonders hohen Anteil Zink, das unter anderem wichtig für Haare und Nägel ist, zellschützendes Vitamin E und das Provitamin A, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und wichtig für unseren Sehprozess und das Immunsystem ist. Außerdem sind wichtige Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor enthalten. Durch den hohen Ballaststoffgehalt machen Linsen schnell satt.

Ursprünglich stammen sie aus dem Mittelmeerraum und werden schon seit Beginn des Ackerbaus kultiviert. In der Steinzeit waren sie die wichtigsten Nutzpflanzen und werden heute weltweit angebaut. Linsen gehören zur Pflanzenfamilie der Schmetterlingsgewächse und zeichnen sich durch ihren krautigen und verzweigten Wuchs aus, sind aber alles in allem recht anspruchslos. Da die Früchte sich getrocknet oder in Konserven lange halten, hat die Linse ganzjährig Saison.

Die besondere Linsensorte, um die es heute gehen soll, zeichnet sich vor allem durch ihre tiefschwarze Farbe aus. Die Belugalinse ähnelt dem Beluga-Kaviar und wird deshalb häufig als vegetarischer Kaviar und Kaviarlinse bezeichnet. Ein weiterer Grund für diesen Namen ist der feine, edle Geschmack. Die nussigen Aromen entfalten sich beim Garen und bilden einen Geschmack, der an Maronen erinnert. Im Gegensatz zu anderen Linsensorten bleiben die Belugalinsen beim kochen fest und zerfallen nicht. Ihre Kochzeit beträgt nur um die 20 Minuten, ohne vorher quellen zu müssen. Die ansprechende Optik und der einzigartigen Geschmack machen die schwarzen Linsen zu einer beliebten Zutat in Gourmet-Küchen und bei allen, die gerne optisch ansprechend und aufregend kochen.

BelugalinsenDie Kaviarlinsen sind gerade einmal seit einem Jahrzehnt bei uns bekannt und werden hauptsächlich in Nordamerika und Kanada angebaut, da sie ein gemäßigtes mild-warmes Klima benötigen. Die Pflanzen sind in der Regel einjährig, können aber bei milden Temperaturen auch überwintern. Ihr Wuchs ist buschartig und bis zu einem halben Meter hoch.

Belugalinsen kauft man am besten in getrockneter Form, in der sie auch am häufigsten angeboten werden. Auf dem Packungsboden sollte sich kein mehliges Pulver abgesetzt haben, denn das könnte ein Hinweis auf Parasitenbefall sein. Gelagert wird der vegetarische Kaviar wie alle anderen Linsen: dunkel, luftdicht und trocken. Bei guter Lagerung sind die getrockneten Früchte etwa ein Jahr lang haltbar. Man sollte aber unbedingt darauf achten, neu gekaufte Linsen nicht mit bereits länger gelagerten zu mischen, da sich mit zunehmender Lagerungszeit die Garzeit verlängert.

Während des Kochvorgangs behalten Belugalinsen glücklicherweise den Großteil der schwarzen Farbe, nur ein wenig bleibt im Kochwasser zurück. Durch ihre Bissfestigkeit eignen sie sich optimal für Salate und als Beilage. Die schwarze Farbe bildet einen tollen Kontrast zu allen hellen Speisen, z.B. Fisch. Auch als Highlight in einem Pastagericht können sich die schwarzen Linsen sehen lassen und machen sich prima in einem kräftigen Püree oder als Aufstrich.

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte so schnell wie möglich Belugalinsen in die heimische Küche holen und den Kochlöffel schwingen. Zaubern Sie doch einen leckere Belugalinsen-Aufstrich (Rezept) zum Abendbrot oder servieren Sie Ihren Gästen ein feines Filet vom schwarzen Heilbutt an Belugalinsen (Rezept). Für alle Vegetarier, Veganer und Gesundheitsbewusste eignet sich ein leckerer Linsenburger (Rezept) und ein absolutes Highlight für das Auge ist diese Rote-Bete-Suppe mit Belugalinsen (Rezept). Also ran an die Töpfe und viel Spaß beim Probieren!

Beitragsbild von Stefan Steinbauer from Vienna, Austria - Beluga lentils, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38009441
Artikelbild von Illustratedjc - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41123191

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