Espresso in Restaurantqualität Zuhause selber machen

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Einmal richtig leckeren Espresso machen, der schmeckt wie in Italien, ist der Traum vieler Kaffeetrinker. Das ist gar nicht so schwer zu realisieren, auch wenn die Kunst geübt werden will. Denn keine Kaffeemethode ist so komplex, wie die des Espressos.

In wenigen Schritten zum Traum-Espresso

Für die einen ist die Zubereitung des Espressos eine Religion, für andere eine Gefühlssache, für Dritte eine Technikfrage. Eine saubere Crema zu bekommen ist nicht leicht, aber auch nicht unmöglich. Um das zu lernen, benötigen Kaffeeliebhaber kein Seminar. Mit den Kollegen von Kaffee24 haben wir für Sie die Grundregeln zusammengestellt, damit Sie Espresso in Restaurantqualität zu Hause selber machen können.

  1. Röstung und Espressomarke

Die Welt der Bohnen ist wie die Welt des Weins. Wer hochqualitativen Espresso trinken will, sollte sich auskennen. Am häufigsten kommen Arabica-Bohnen, die auf den Bergen in Höhe von bis zu 2.000 Metern wachsen, zum Einsatz. Auch die Robusta-Bohnen sind für Espresso geeignet, wenn sie nicht zu bitter sind. Beide Bohnenarten haben jedenfalls einen hohen Koffeingehalt. Kenner verraten, dass eine Mischung aus beiden Bohnen am besten schmeckt. Beim Einkauf also auf eine Arabica-Robusta-Mischung achten. Was die Qualität angeht, ist hier der Preis ausschlaggebend. Teure Bohnen, die aus italienischen Röstungen stammen, schmecken besser als Discountermarken.

  1. Frische Bohnen

Ein weiteres Kriterium für hervorragenden Espresso sind frische Bohnen. Damit dieser richtig vollmundig und intensiv schmeckt, sollten Kaffeeliebhaber die Bohnen erst ganz kurz vor der Zubereitung mahlen. Dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung: Die gemahlenen Kaffeebohnen oxidieren nach ein paar Tagen und verlieren einen Großteil ihres Aromas. Ein exzellenter Espresso gelingt nur, wenn die Bohnen maximal drei Stunden vorher durch die Mühle gejagt werden. Mühlen mit Kegel- oder Scheibenwerk mahlen am feinsten und besten. Wer keine Mühle zu Hause hat, oder sich den Aufwand sparen will, kann alternativ auf Espressopads oder Kapseln zurückgreifen. Diese sind luftdicht. Damit bleibt der Espressogeschmack erhalten.

Der Espresso ist ein echtes Kunstwerk mit viel Gefühl
Der Espresso ist ein echtes Kunstwerk mit viel Gefühl
  1. Die Brühtemperatur

Die Brühtemperatur hängt vom Modell der Espressomaschine ab. Sie ist der Schlüssel für die Qualität des Muntermachers. Denn sonst verbrüht der Kaffee oder kommt zu wässrig und kalt aus der Maschine. Gute Espressomaschinen haben eine Aufwärmzeit von nicht mehr als 30 Minuten und verwenden etwa 90 Grad heißes Wasser. Sie produzieren leckeren Espresso. Für den professionellen Gebrauch eignen sich Halbautomaten oder vollautomatische Maschinen. Zu Hause reichen die italienischen Aluminiumkannen, die auf die heiße Herdplatte kommen, völlig aus. Eine Kaufberatung im Kaffee-Fachhandel ist empfehlenswert.

  1. Die Espressomenge

Was die Menge angeht, ist ein gutes Händchen gefragt. Italienische Kaffee-Experten raten, pro Tasse nicht mehr als sieben Gramm in das Espressosieb zu geben. Abwiegen muss aber keiner. Eine Faustregel hilft, die richtige Menge zu finden: Das Sieb nicht gepresst, sondern leicht gehäuft bis knapp zum Rand füllen und glatt streichen. Anschließend mit einem Kaffeestempel, auch Tamper genannt, den Espresso festdrücken. Das Festdrücken ist dabei ausschlaggebend. Ist der Kaffee zu locker, fließt das Wasser am Rand durch und die Aromen lösen sich nicht richtig heraus.

  1. Die Sauberkeit

Es gibt nichts Schlimmeres, als eine verschmierte, schmutzige Espressomaschine mit einem Sieb, an dem noch Kaffeereste kleben. Zum einen ist das nicht hygienisch, zum anderen verstopfen die Poren des Siebs und das Wasser kann nicht richtig durchfließen. Auch wirkt sich eine unsaubere Maschine auf den Geschmack aus. Espresso ist stark ölig und schmeckt mit der Zeit ranzig, alt und bitter. Deshalb bei starker Nutzung mindestens einmal in der Woche die Maschine komplett reinigen.

Egal, welche Maschine zu Hause zur Anwendung kommt, der Espresso sollte in weniger als einer halben Minute durchlaufen. Sonst lösen sich zu viele Bitterstoffe. Um herauszufinden, ob der Muntermacher gut gelungen ist, streut man einfach Zucker in den Espresso. Bleibt der Zucker oben schwimmen und geht erst nach einiger Zeit unter, hat der Espresso die perfekte Crema.

Weitere hilfreiche Tipps, für die Erstellung eines echten italienischen Espressos gibt es im folgenden Video:

 

Bilder: StockSnap (CCO Public Domain) und ESPRESSO! von brian (CC BY-ND 2.0)

 

 

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