Was isst man in … Kanada?

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Kaum ein Land wurde so stark von Einwanderung geprägt wie das Zweitgrößte der Welt. Wo sich früher hauptsächlich Europäer niederließen, fühlen sich nun auch Afrikaner, Asiaten und Südamerikaner wohl. Entsprechend vielfältig ist auch die kanadische Küche. British Columbia, Nova Scotia und Neufundland sind britisch geprägt. Man findet aber auch deutsche, polnische, skandinavische, russische, chinesische, italienische und irische  Einflüsse  in den zehn  Provinzen. Die vielseitigen Esskulturen existieren völlig unabhängig voneinander und beeinflussen sich im Gegensatz zu den amerikanischen und australischen Traditionen nicht im Geringsten.

Kanadische Poutine
Kanadische Poutine

Die Provinz Québec ist vor allem durch französische  Zuwanderung geprägt. Französisch ist die meist gesprochene Sprache und die beliebtesten Gerichte sind das Poutine und Tourtière. Bei Poutine handelt es sich um eine Fast-Food Spezialität, bei der Pommes Frites mit Käse garniert (meist Cheddar und Mozzarella) und anschließend mit Bratensoße übergossen werden. Das beliebte Gericht wird auch in den dortigen Filialen von McDonald’s und Burger King angeboten. Der Tourtière ist ein Fleischkuchen, der mit Schweine-, Rinder- oder Kalbfleisch hergestellt wird. Manche Regionen außerhalb der Provinz füllen den  Tourtière auch mit Fisch und Hasenfleisch. Das Gericht wird auch in Supermärkten in ganz Kanada verkauft und ist ein wichtiger Bestandteil des Weihnachts- und Neujahrfestes.

In Provinzen, die an das Meer grenzen, wird auch Fischfang betrieben.  Für die  Einwohner von New Brunswick, Nova Scotia, British Columbia und Prince Edward Island stehen Fisch- und Meeresfrüchte ganz oben auf dem Speiseplan. Vor allem Hummer ist in Ostkanada sehr beliebt – hier wird er auch zum Frühstück serviert. Im Landesinneren hingegen ernährt man sich von Fleisch (Rind, Schwein oder Kuh) und verwendet verschiedene Variationen von Kartoffeln als Beilage.

Die Kanadier lieben aber auch süße Spezialitäten – der Grundbestandteil bei meisten Gerichten: Ahornsirup.  Dieses wird auf Pancakes, Waffeln, gebackene Quitten  oder Walnussfladen gegeben. Den  Nanaimo bars (kanadische  Donauwellen), eine Spezialität aus British Columbia und der Kürbiskuchen sind auch beliebte Bestandteile der kanadischen Küche. Ahornsirup wird jedoch nicht nur für Süßspeisen verwendet. Rippchen und Schmorkartoffeln werden oft auch mit einer Kombination aus Steakpfeffer und Ahornsirup bestrichen, bevor die Speise serviert wird.

Pancakes

Kanadier können aber natürlich auch ohne ihr geliebtes Ahornsirup hervorragende Süßspeisen präsentieren. Der „Candy Apple“ oder „Caramel Apple“, ein Apfel an einem Holzstab, der mit flüssigem Karamell umhüllt wird, ist auch auf Kirchweihen in Deutschland sehr beliebt. In Kanada werden sie auch mit Nüssen bedeckt angeboten.  Die sogenannten „BeaverTails“ haben im Jahr 2009 Aufsehen erregt, als Präsident Obama auf der Heimreise von einem Meeting mit der kanadischen Regierung eines der beliebten Gebäcke kaufte. Die Art von BeaverTail, die er gewählt hatte, hieß „Obama Tail“.

Wer sich gerne mal an Poutine versuchen möchte, findet beim Rollköfferchen ein Rezept für diese Besonderheit.  Auch für Knusprige Schweinerippchen mit Ahornsirup finden sich Rezepte. Wer es gerne etwas süßer mag findet bei der Eintopfheimat eine Anleitung für Kanadische Buttermilchpfannkuchen mit Heidelbeeren. Auch die Nanaimo Bars kann man nachbauen, hier liefert das Knusperstübchen ein Rezept.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Wir wünschen gutes Gelingen!

Bild Poutine von Ben Sutherland und Artikelbild von jeffreyw lizenziert als CC BY 2.0

 

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