Wussten Sie schon… Stachelbeeren

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Sommerzeit ist Beerenzeit! Endlich können die ersten Vertreter der süßen Früchtchen geerntet werden. Die gesunden Leckereien sind vielfältig und kalorienarm. Wir haben uns ein wenig genauer mit einem Vertreter des Beerenobstes beschäftigt, der leider gegenüber Erdbeeren, Johannisbeeren und Co etwas vernachlässigt wird: die Stachelbeere.

Die Stachelbeere ist ein Obstrauch, der seinen Ursprung vermutlich in Asien hat. Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird die Beere in Europa angebaut, heute sind mittel- und osteuropäische Länder sogar weltweit führend in der Produktion. Die Pflanze gehört zur Familie der Stachelbeergewächse, ihr botanischer Name lautet Ribes uva-crispa. Der deutsche Name ist allerdings irreführend, denn wenn man es genau nimmt, besitzt die Stachelbeere gar keine Stacheln. Bei den Auswüchsen am Strauch handelt es sich nämlich um Dornen. Nichts desto trotz sollte man aufpassen, um beim Ernten der Beeren schmerzhafte Piekser in die Finger zu vermeiden.

Die Stachelbeere blüht von April bis Mai. Die Blüten sind allerdings sehr unauffällig, glockenähnlich und weißlich-grün bis rötlich gefärbt. Ab Juni entwickeln sich dann behaarte, etwa kirschgroße Früchte. Diese können, je nach Sorte, rot, gelb, weiß oder auch grün gefärbt sein.

Abgesehen vom guten Geschmack sind die Stachelbeeren auch eine Wohltat für die Gesundheit. Bereits 150 Gramm decken den durchschnittlichen Tagesbedarf an Vitamin C. Und das ist längst nicht alles, denn sie enthalten außerdem Folsäure, Kalium, Eisen, Phosphor und viele B-Vitamine. Das ist besonders gut für Knochen, Haare, Nägel und Zähne, also quasi wie eine Schönheitskur von innen! Hinzu kommt auch noch das Spurenelement Silizium, das den Ruf hat, Besenreißern und Krampfadern vorzubeugen. Die enthaltenen Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Darmtätigkeit und senken den Cholesterinspiegel, außerdem machen sie satt, was für alle, die noch an ihrer Sommerfigur arbeiten, ein toller Nebeneffekt ist. Überhaupt sind die Beeren optimal für eine Diät geeignet, da sie auf 100 Gramm gerade einmal 40 Kilokalorien enthalten und kaum Fett oder Kohlehydrate. Der einzige Nachteil ist der verhältnismäßig hohe Zuckergehalt.

Da die Schale der Stachelbeeren fest und schwer verdaulich ist, sollte man sie bei einem empfindlichen Magen lieber nur püriert oder gedünstet genießen. Normalerweise reicht es aber, das Obst gründlich zu kauen.

Will man pünktlich zur Saison mit frischen Stachelbeeren beliefert werden, ist es das Beste, wenn man sie im eigenen Garten direkt selbst anbaut. Oft wird diese Beerensorte vermieden, da sie aufgrund der Dornen ein Verletzungsrisiko birgt, allerdings kann dies mit Handschuhen leicht umgangen werden. Außerdem gibt es auf dem Markt Züchtungen, die ganz frei von Dornen sind. Bei der Auswahl der Pflanze hat man die Qual der Wahl, es gibt sie nämlich sowohl als Hochstamm als auch als Strauch. Zusätzlich kann man zwischen vielen verschiedenen Beerensorten wählen.

Am besten gedeiht die Stachelbeere im Halbschatten oder im Licht an einer windgeschützten Stelle, allerdings sollte man sie keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen. Der Anbau lohnt sich in jedem Fall, da die Beere recht anspruchslos ist und meist eine reiche Ernte trägt. Wer die Vielfalt liebt, kann sie auch direkt neben Johannisbeersträuchern setzen, da diese ähnliche Ansprüche haben. Zum anpflanzen sollte man auf den Herbst warten, um sich im nächsten Sommer auf die Früchtchen freuen zu können.

Während der Stachelbeersaison wird häufig Kuchen mit den süßen Beeren gebacken oder sie werden direkt vom Strauch genascht. Bei der Lagerung sollte man darauf achten, dass die Früchte nicht übereinander liegen. So sind sie im Kühlschrank einige Zeit haltbar. Unreife Beeren können sogar bis zu drei Wochen im Kühlschrank frisch bleiben. Sollten sie nicht nachreifen, kann man sie zum Einkochen und zum Herstellen von Marmelade verwenden. Auf diese Weise hat man das ganze Jahr etwas von der Ernte.

Da läuft einem doch direkt das Wasser im Mund  zusammen… Für alle Neugierigen und die, die bereits Fans der gar nicht so stacheligen Frucht sind, haben wir ein paar Rezepte gefunden. Ein Dessert für Frankreichfans und passend zum EM-Start ist dieser abgewandelten Klassiker der französischen Küche: Stachelbeer-Clafoutis. Wem jetzt schon zu warm ist, ist eine kalte Variante zu empfehlen, nämlich Stachelbeer-Eis mit weißer Schokolade. Stachelbeeren am Spieß sind etwas für alle Leckermäuler, die es eilig haben. Etwas raffinierter, aber dafür himmlisch lecker sind diese Stachelbeer-Macadamia-Cheesecake-Blondies mit Streuseln. Wenn man sich den Sommer auch im Winter schmecken lassen will, kann man das mit einer fruchtigen Stachelbeer-Limoncello-Marmelade.

Und jetzt viel Spaß beim Probieren und Pflücken, und immer schön auf die Dornen achten!

 

Artikelbild von WerbeFabrik.

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