Erbsen

Wussten Sie schon… Erbsen

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Heute dreht sich alles um einen weiteren Vertreter der Hülsenfrüchte. Dieser ist schon lange fester Bestandteil mitteleuropäischer Speisepläne. Die Frucht, die fast jeder kennt, wird als gesunde und nahrhafte Beilage geschätzt, ist aber auch ein beliebter Bestandteil von Suppen und Eintöpfen. Ganz klar, es geht um die Erbse, auch Speise- oder Gartenerbse genannt.

 

Wo kommt die Erbse her?

 Die Erbse wird, wie viele andere Hülsenfrüchte, schon seit sehr langer Zeit von der Menschheit kultiviert und verzehrt. Bereits im Jahre 8000 vor Christus wurde sie in Vorder- und Mittelasien angebaut und gelangte über die Türkei und Griechenland nach Europa. Dort diente sie den alten Römern, Griechen und Germanen als wichtiges Grundnahrungsmittel und Eiweißlieferant. Dies wird durch archäologische Funde belegt. Damals wurden Erbsen hauptsächlich als Trockengemüse gegessen oder zu Mus verarbeitet. Erst als in Frankreich im 17. Jahrhundert eine Art  gezüchtet wurde, die noch grün als Zuckererbse verspeist werden konnte, war die kugelige Frucht nicht mehr aufzuhalten und breitete sich in ganz Europa aus.

 

Welche Sorten gibt es?

 Heute gibt es natürlich weit mehr als eine Art. Tatsächlich sind die Variationen der Erbse so zahlreich, dass es kaum möglich ist, alle aufzuzählen. Sie unterscheiden sich in Geschmack und Aussehen, aber auch im Anbau. Einige Arten  sind ertragreicher, andere können besser auf weniger fruchtbaren Böden wachsen. Alle Arten sind in drei übergeordnete Sorten gegliedert. Das ist zum einen die Zuckererbse, die vor allem wegen ihres süßen Geschmacks sehr begehrt ist. Außerdem ist ihre Hülle so zart, dass die Schote einfach komplett verzehrt werden kann. Zum anderen gibt es noch die sogenannte Pal- oder Schalenerbse. Diese Sorte kommt sehr gut mit frostigen Temperaturen zurecht und wird überwiegend als Trockenerbse verwendet. Aufgrund ihres hohen Stärkegehalts ist sie im Geschmack eher herb. Die dritte und letzte Sorte ist die Markerbse, deren Früchte eine charakteristische runzlige, beinahe eckige Form haben. Markerbsen schmecken vor allem jung recht süß. Diese Sorte Erbsen kann nicht getrocknet werden, da sie beim Kochen nicht mehr weich werden würden.

 

Was steckt drin?

 Egal für welche Sorte Erbsen man sich entscheidet, eines sind sie alle – gesund. Vor allem was den Eiweißgehalt angeht gehören die kleinen grünen Kugeln zu den Spitzenreitern unter den Hülsenfrüchten. Roh enthalten sie etwa sieben Prozent Proteine, getrocknet sogar bis zu zwanzig. Bei einer ausgereiften Frucht liegt der Kohlenhydratgehalt außerdem bei bis zu 50 Prozent, was sehr hilfreich für eine gute Versorgung mit Ballaststoffen ist. Auch an der Vitaminfront können Erbsen glänzen, vor allem mit vielen B-Vitaminen und Beta-Carotin. An Mineralstoffen sind Magnesium, Eisen, Kalzium und Zink in nennenswerten Mengen enthalten, ebenso wie essentielle Aminosäuren. Hinzu kommt, dass 100 Gramm frische Erbsen gerade einmal 80 Kalorien enthalten. Wegen der enthaltenen Lektine, die erst beim Kochen zerstört werden, sind die Hülsenfrüchte allerdings nicht zum Rohverzehr geeignet. Außerdem sollten alle, die an Gicht leiden, lieber auf sie verzichten, da Purine enthalten sind.

 

Wie verwendet man Erbsen?

Insgesamt lässt sich also sagen, dass Erbsen sehr gut für eine gesunde und ausgewogene Ernährung geeignet sind. Egal ob getrocknet, frisch, in der Konserve oder tiefgekühlt – lecker sind sie alle und die Wahl ist Geschmackssache. Beachten sollte man jedoch, dass tiefgekühlte Erbsen, die schockgefrostet wurden, wertvolle Vitamine und die frische Farbe am besten behalten. Sogar frische Erbsen verlieren durch die Lagerung oft wertvolle Stoffe, die in tiefgekühlter Ware noch enthalten ist. Wer sich dennoch für die frische Version entscheidet, sollte die Früchte am besten in einem feuchten Tuch oder einem Frischhaltebeutel im Kühlschrank verstauen, vorzugsweise noch in der Schote. So gelagert sind die Erbsen einige Tage haltbar. Übrigens: Da Erbsen so genügsam und einfach zu züchten sind, wurden sie vom Naturforscher Gregor Mendel benutzt, um die Vererbung von bestimmten Merkmalen der Erbsenpflanze zu erforschen und letztlich die Mendelschen Regeln zu postulieren. Sie sind also nicht nur lecker, sondern auch lehrreich!

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist sich der (Koch-)Wissenschaft anzunehmen und den Klassiker einmal bewusster einsetzen oder raffinierter zubereiten möchte, kann sich von unseren gesammelten Rezepten inspirieren lassen. Eine leckere Vitaminbombe für jede Gelegenheit ist dieses ägyptische Rezept für Bsilla. Etwas mediterraner und perfekt für die leichte Sommerküche geeignet ist frische gebutterte Erbsen-Pasta mit Zitrone und Basilikum. Und auch dicke Bohnen und Erbsen in scharfer Sesamsauce sind  nicht nur etwas für Vegetarier und Veganer und natürlich darf auch eine klassische Erbsensuppe nicht fehlen. Wer bei sommerlichen Temperaturen lieber etwas Kaltes genießen möchte, kann sich zum Beispiel erfrischendes Erbsenpüree mit Minze aufs Brot streichen und das Wetter genießen.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren in der Küche und beim Genießen der Gerichte!

 

Artikelbild von Gellinger auf pixabay

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