Was isst man in… Kampanien?

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Kampanien ist eine der 20 italienischen Regionen und liegt im Süden Italiens an der Westküste. Die Hauptstadt dieser Region ist Neapel und mit knapp 6 Millionen Einwohnern zählt sie zu den am dichtesten besiedelten Regionen in ganz Italien.

Die glückliche Landschaft

Der Name ist auf die Römer zurückzuführen. Damals hieß die Region „Campania felix“, was so viel wie glückliche Landschaft bedeutet. Grund für diesen Namen ist die fruchtbare Erde rund um den Vulkan Vesuv, die eine ganzjährige Obst- und Gemüseernte ermöglicht und fördernd für die Viehzucht ist.
Zwar wirkt der Name etwas widersprüchlich, wenn man bedenkt, dass der Vesuv als einer der wenigen aktiven Vulkane zentral in Kampanien und nur zehn Kilometer von Neapel entfernt liegt. Dennoch lassen sich die Neapolitaner den Appetit nicht verderben, sondern bezaubern mit verschiedenen Köstlichkeiten der italienischen Küche.

Frische Zutaten garantieren vollen Genuss

Egal ob Obst, Gemüse, Meeresfrüchte, Fleisch, Käse oder Fisch, die Zutaten stammen direkt aus Kampanien und sorgen für eine besonders große Vielfalt an schmackhaften kampanischen Gerichten.
Vor allem Tomaten, Olivenöl, Knoblauch, Basilikum und auch Mozzarella sind Grundzutaten der kampanischen Küche.

Typisch italienisch

Wie in jeder anderen italienischen Region darf natürlich auch in Kampanien die Pizza nicht fehlen. Angeblich wurde die Pizza sogar in Neapel erfunden. So besagt eine Legende, dass die erste Pizza, wie wir sie heute kennen, für Margherita, die Frau des König Umbertu I, gebacken wurde. Die Pizza Margherita, genau wie die Pizza Napoli, sind auch heute auf so gut wie jeder italienischen Speisekarte zu finden.
Aber nicht nur die klassische Pizza sondern auch die „pizzette fritte“ ist eine neapolitanische Spezialität. Diese Art von Pizza ist üblicherweise mit Ricotta, rohem Schinken, Pilzen, Mozzarella, Parmesan und Oregano gefüllt und wird anschließend frittiert. Früher galt diese Mahlzeit als Gericht des verschuldeten Volkes und wurde mit „a ogge a ott“, was so viel wie „heute verspeist, acht Tage später bezahlt“ bedeutet, bezeichnet. Die „pizzette fritte“ gab es direkt auf die Hand und aufgrund der einfacheren Zubereitung war diese deutlich günstiger als eine klassische Pizza.
Heute wird die pizzette fritte häufig mit einer Soße aus Tomaten, Knoblauch und Oregano oder einfach nur einer Prise Salz serviert.

Doch nicht nur die Pizza wird frittiert

Die pizzette fritte wird häufig am Imbissstand, dem sogenannten „Friggitorie“, verkauft. An solchen Ständen ist jedoch nicht nur frittierte Pizza zu finden, sondern von frittierten Meeresfrüchten, über Zucchiniblüten, Auberginen, Reisbällchen und Nudeln ist alles dabei. Besonders Fritto Misto di Mare ist ein beliebtes Gericht aus frittierten Calamari, Shrimps und Sardellen.

Babà, Sfogliatelle und Casatiello

Doch auch Gebäckliebhaber kommen in Kampanien voll auf ihre Kosten. In Cafés, Konditoreien oder auch an Straßenständen wird unter anderem Babà und Sfogliatelle angeboten. Bei Babà handelt es sich um einen pilzförmigen Rumkuchen, der üblicherweise mit Nutella oder Limoncello-Creme serviert wird. Sfogliatelle ist eine Blätterteigtasche mit einer süßen Zimt und Orangen-Füllung. Diese beiden Gebäcke gibt es in vielen verschiedenen Variationen, sodass wirklich für jeden etwas dabei ist.Sfogliatelle

Purer Genuss für jeden Geschmack

Dieser Artikel zeigt nur einen Auszug der vielfältigen kampanischen Küche. Wenn Sie jetzt Lust auf eines der Gerichte bekommen haben, haben wir noch einige Rezeptvorschläge für Sie. Wie wäre es mit einer frittierten Pizza mit Salami gefüllt oder doch lieber etwas leichtes? Spaghetti alle vongole ist ebenfalls ein beliebtes kampanisches Gericht. Für Vegetarier können wir einen leckeren Auberginenauflauf empfehlen. Als Nachspeise darf natürlich Babà nicht fehlen. Ein passendes Rezept finden Sie hier bei Peppinella.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem Ausflug in die kampanische Küche!

Bild des Sfogliatelle von stu_spivack lizenziert als CC BY-SA 2.0.

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