Rotkohl

Wie isst man… Rotkohl?

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Vermutlich kamen viele von Ihnen in der vergangenen Woche in den Genuss von Rotkohl, denn zur Weihnachtsgans darf dieses Gemüse nicht fehlen. Aber wodurch zeichnet sich der Rotkohl aus? Woher kommt er? Und noch viel wichtiger, wie wird der Rotkohl zubereitet?

Ein Kohlgemüse

Der Rotkohl ist ein Kohlgemüse. Dadurch ist er ein direkter Verwandter von Grünkohl, Weißkohl und Blumenkohl und zählt zur Familie der Kreuzblütler. Der Vorfahre dieser Gemüsesorten ist der Wildkohl. Dieser ist vorwiegend an der Mittelmeer- und der europäischen Atlantikküste aber auch auf Helgoland zu finden. Der Rotkohl wurde erstmals im 11. Jahrhundert von Hildegard von Bingen schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit war das Gemüse Hauptbestandteil der Ernährung der ärmeren Bevölkerung, da er besonders günstig und lagerfähig ist. Heutzutage wird der Rotkohl vorwiegend im Winterhalbjahr verzehrt.

Eine außergewöhnliche Färbung

Der Rotkohl ist kleiner und seine Blätter liegen enger als bei seinen Artgenossen Weißkohl und Spitzkohl. Jedoch hebt sich der Rotkohl vor allem durch seine außergewöhnliche Färbung von den anderen Kohlsorten ab. Die Farbe kann von einem dunklem Rot bis zu sattem Lila variieren. Der Grund dafür ist der Boden, auf welchem der Rotkohl wächst. Liegt der pH-Wert des Bodens unter 6,5, weist der Rotkohl eine rötlichere Färbung auf als bei einem höheren pH-Wert.

Rotkraut oder Blaukraut?

Auch die Zubereitung des Rotkohls hat Auswirkungen auf dessen Färbung. Wird der Rotkohl mit Essig (also viel Säure) zubereitet, erstrahlt er in sattem rot. Diese Zubereitung ist vor allem im norddeutschen Raum üblich. In Süddeutschland hingegen wird der Rotkohl süßlich mit Zucker gegart und aufgrund seiner bläulichen Färbung auch als Blaukraut bezeichnet. rotkraut blaukraut

Rotkohl zubereiten

Grundsätzlich sollten Sie bei der Zubereitung von Rotkohl wie folgt vorgehen. Zunächst die Außenblätter entfernen und den Kopf halbieren und vierteln. Anschließend sollte der Kopf gewaschen und der Strunk sowie dicke Blattrippen entfernt werden. Besonders wichtig bei der Zubereitung von Rotkohl ist das Tragen von Einweghandschuhen, denn der Kohl färbt stark ab und die Farbe lässt sich  nur schwierig von der Haut abwaschen. Zum Schluss sollte der Rotkohl gegart werden. Von dem komplett rohen Verzehr des Kohls wird abgeraten, da dadurch Magenbeschwerden hervorgerufen werden könnten. Um den Rotkohl bekömmlicher zu machen, bietet sich deshalb die Zubereitung mit Ingwer oder Kümmel an. Das Kraut schmeckt durch seinen leicht süßlichen und milden Geschmack besonders gut zu würzigem Fleisch.

Aber Achtung!

Beim Kauf von Rotkohl sollten sie darauf achten, dass das Gemüse keine dunklen Flecken aufweist. Heller Belag an den Außenblättern ist hingegen positiv, da er als Zeichen von Frische gilt. Damit Sie möglichst lange in den Genuss von Rotkohl kommen, sollten Sie diesen nicht in der Nähe von Äpfel oder Tomaten lagern. Diese produzieren Reifstoffe, die den Kohl schneller verderben. Im Kühlschrank ist das Gemüse ansonsten jedoch bis zu 14 Tage haltbar.

Rotkohl-Rezepte

Egal ob klassisch zur Entenbrust (Rezept) oder eher ausgefallen als Krautkrapfen mit Rotkohl (Rezept), der Rotkohl kann vielseitig verwendet werden. Wenn Sie den Rotkohl lediglich als Beilage einsetzten möchten, finden Sie ein Rezept zur Zubereitung auf dem Blog von „Rezepte mit Herz“. Für Veganer bietet sich dieser Apfel-Rotkraut-Bulgur mit Orangendressing (Rezept) an und als Suppe kann der Rotkohl perfekt mit roter Bete kombiniert werden (Rezept). Weiterhin ist der Rotkohl eine ideale Beilage zu Polenta-Nuss-Schnitten (Rezept) oder auch als Belag auf Flammkuchen mit Feta, Apfelstücken und Walnuss (Rezept). Die Anzahl an leckeren Rezepten mit Rotkohl scheint unbegrenzt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

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