Was ist eigentlich… Maniok?

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Neben Reis und der Kartoffel zählt Maniok zu den wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt. Für 500 Millionen Menschen ist die Pflanze ein bedeutendes Grundnahrungsmittel. Dennoch ist diese „Kartoffel der Tropen“ in unseren Breitengraden nur wenig bekannt. Dabei ist Maniok genauso vielseitig wie die Kartoffel und auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) perfekt geeignet.

Was ist Maniok?

Der Maniokstrauch ist vor allem in Afrika, der Karibik, Indien, Asien und Südamerika verbreitet und gehört zu der Gattung der Wolfsmilchgewächse. Grundsätzlich ist Maniok eine sehr anspruchslose Pflanze und gedeiht auch auf trockenen Boden. Jedoch ist die Pflanze sehr kälteempfindlich. Deswegen ist das warme, humide Klima ideal zum Anbau des Maniok geeignet.

Von dem Strauch werden die Blätter zumeist als Viehfutter verarbeitet, wohingegen die Wurzel ähnliche Eigenschaften wie die Kartoffel aufweist und auch dementsprechend beliebt ist.

Der Name Maniok

Der Name Maniok stammt von dem Wort „Maniot“ aus der Tupi-Sprache. Diese Sprache war vor allem während der Kolonialzeit an der brasilianischen Atlantikküste verbreitet. Von Südamerika gelangte die Pflanze schließlich nach Westafrika und breitete sich weiter nach Asien aus. Andere Namen für Maniok sind Cassava oder Yuca.

Aussehen und Geschmack

Die Wurzel des Maniokstrauchs kann bis zu 100 cm lang und bis zu 20 cm dick werden. Im Handel ist sie jedoch zumeist deutlich kleiner. Maniok besitzt eine rotbraune Schale und weißes Fruchtfleisch. Der Geschmack reicht, abhängig von der Sorte, von mehlig neutral bis süßlich oder gar bitter.

Inhaltsstoffe von Maniok

Maniok verfügt über einen besonders hohen Stärkegehalt. Ebenfalls sind viele Kohlenhydrate sowie Vitamin C, Eisen und Calcium in der Wurzel enthalten. Maniok sollte niemals roh verzehrt werden, denn das in Maniok enthaltene Blausäureglykosid Linamarin ist nach der Spaltung durch das ebenso in der Pflanze enthaltene Enzym Linamarase und der anschließenden Umwandlung in Blausäure äußerst giftig. Diese Giftstoffe verflüchtigen sich jedoch bei der ordnungsgemäßen Zubereitung der Wurzel.

Die Zubereitung von Maniok

Maniok wird, ähnlich wie die Kartoffel, zunächst geschält. Anschließend muss die Wurzel der Länge nach halbiert werden, um die Mittelvene zu entfernen. Danach kann die Wurzel entweder gekocht, gebacken, geröstet oder auch gebraten werden. Der Verzehr ist dann auch vollkommen ungefährlich. Wir empfehlen jedoch bei der Zubereitung Küchenhandschuhe zu tragen, da die Milch der Knolle sehr klebrig ist.

Wo finden Sie Maniok

Maniok ist zwar ganzjährig erhältlich, da die Wurzel aber leicht verderblich ist, gibt es sie nur in wenigen ausgewählten Supermärkten zu kaufen. Mehr Glück hat man meistens in speziellen Asialäden. Im Gegensatz zur Wurzel ist Maniokmehl weiterverbreitet. Das Mehl ist glutenfrei und dadurch bei Menschen mit Zöliakie beliebt.

Traditionelle Rezepte mit Maniok

Traditionelle Rezepte mit Maniok sind zum Beispiel Gari oder Fufu. Gari ist ein Maniok-Grieß, der ideal als Grießbrei mit Trockenfrüchten serviert werden kann (Rezept orientalischer Gari). Fufu ist besonders in der kongolesischen Küche beliebt. Ein Rezept finden Sie in unserem Blogartikel „Was isst man in der demokratischen Republik Kongo“.

Weitere Rezepte mit Maniok

Wenn Sie jetzt so richtig Lust bekommen haben Maniok auszuprobieren, haben wir noch einige Rezepte für Sie gesammelt.
Maniokmehl eignet sich zum Beispiel ideal zur Zubereitung dieser Maniok-Bällchen (Rezept Maniok-Bällchen) oder zum Backen von Brot (Rezept Mischbrot mit Maniokwurzel).

Zudem kann Maniok perfekt als Beilage serviert werden. Maniok-Pommes passen zum Beispiel perfekt zu Aprikosen-Seitan und Zucchiniröllchen (Rezept). Wohingegen Maniok-Püree die perfekte Beilage für Fisch- und Fleischgerichte ist (Rezept Hähnchenschnitzel an Maniok-Püree).

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Genießen.

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