Kind mit Tomaten auf den Augen

Kulinarische Redewendungen: Tomaten auf den Augen haben

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Um geschwollene Augen zu behandeln werden häufig Gurken auf die Augen gelegt. Dieses Hausmittel ist weit bekannt, aber haben Sie schon einmal jemanden mit Tomaten auf den Augen in einem Kosmetikstudio oder einem Beautymagazin gesehen? Vermutlich nicht.

Zwar werden Tomaten durchaus für verschiedene Kosmetikprodukte, wie zum Beispiel Seifen oder Gesichtswaschgel verwendet, aber mit dieser Redewendung hat es etwas ganz anderes auf sich.

Wann hat man „Tomaten auf den Augen“?

Der Spruch „Tomaten auf den Augen haben“ wird verwendet, wenn jemand etwas nicht bemerkt / nicht sieht. Diese Person gilt somit als unkonzentriert.

Woher kommt die Redewendung?

Die Herkunft dieser Redewendung ist nicht eindeutig geklärt. Zwei Theorien sind jedoch weit verbreitet. Auf der einen Seite gilt eine Person mit roten Augen als müde oder verschlafen und somit als weniger aufmerksam. Die roten Augen werden dabei mit den Tomaten in Verbindung gebracht.

Die andere Theorie geht auf den Verkehr zurück. So wird ein Autofahrer, der bei einer grünen Ampel nicht losfährt, häufig mit dem Satz „Sie haben wohl Tomaten auf den Augen“ konfrontiert. Der Autofahrer sieht also rot. Beide Theorien haben einen direkten Bezug zu der roten Farbe der Tomate, aber auch in weiteren Redewendung spielt die Frucht die Hauptrolle.

Weitere Redewendungen rund um die Tomate

Egal ob Sie unkonzentriert, unzuverlässig oder einfach nur beschämt sind. Für diese drei und vermutlich noch viele weitere Eigenschaften, gibt es Redewendungen in Verbindung mit der Tomate. Unkonzentrierte Personen haben „Tomaten auf den Augen“, wohingegen unzuverlässige Personen als „treulose Tomate“ bezeichnet werden und wenn Sie einmal beschämt sind, werden Sie ganz schnell „rot, wie eine Tomate“.

Während sich die Redewendung „rot, wie eine Tomate werden“ relativ einfach mit dem roten Anlaufen des Gesichts bei Scham in Verbindung bringen lässt, hat der Ursprung der Floskel „treulose Tomate“ einen geschichtlichen Hintergrund. Diese Redewendung lässt sich auf den 1. Weltkrieg zurückführen. Die Italiener waren zunächst Verbündete der Deutschen, wechselten jedoch während des Krieges zu den Alliierten. Da der Tomatenanbau in Italien weit verbreitet, aber viele Fehlschläge verzeichnete und somit unzuverlässig war, wurden die Italiener als „treulose Tomaten“ bezeichnet.

Nicht nur Negatives

Aber erst ab dem 19. Jahrhundert erhielten diese eher negativen Redewendungen Einzug in unsere Alltagssprache. Vorher galt die Tomate als Liebes- oder Goldapfel. In Österreich wird sie auch als „Paradeiser“, was Paradiesapfel bedeutet, bezeichnet und auch der italienische Name der Tomate „pomodoro“ lässt sich in goldener Apfel übersetzen. Und diese Bezeichnungen trägt die Tomate auch zurecht, denn sie ist ein wahrer Genuss.

Rezepte rund um die Tomate

Die ersten Tomaten im Garten sind bereits reif und wenn Sie mal etwas neues Ausprobieren möchten, haben wir ein paar Vorschläge für Sie.

Ideal für die Gartenparty ist diese Tomatentarte (Rezept). Als schneller Feierabendsnack bietet sich gefüllte Avocado mit Tomaten und Zwiebeln (Rezept) an.

Dieses Zucchini-Bohnen-Gemüse (Rezept) mit Tomaten ist nicht nur gesund, sondern sieht auch überaus lecker aus.

Aber die Auswahl an leckeren Gerichten mit Tomate ist wirklich unbegrenzt. Wenn Sie sich nicht entscheiden können, gehen Sie ins Restaurant und lassen Sie sich dort ein leckeres Gericht empfehlen. So können Sie entspannt den Sommerabend genießen!

Ein passendes Restaurant mit Tomaten auf der Speisekarte finden Sie mit Sicherheit auf speisekarte.de.

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