

Kaviar ist und bleibt eine unverwechselbare Delikatesse. Oft wird er als „Schwarzes Gold“ bezeichnet und zählt somit zu den luxuriösesten Speisen, die es gibt. Dabei kostet der preiswerteste ca. 500 Euro pro Kilogramm und der teuerste bis zu 10.000 Euro.
Kaviar ist gereinigter und gesalzener Rogen, die Fischeier von verschiedenen Stör-Arten. Bis man jedoch diese ernten kann, dauert es mindestens 4 Jahre. Beim teuersten Kaviar, den man vom Beluga-Stör erhält, dauert es sogar 20 Jahre. Gefangen werden diese Fischarten hauptsächlich im Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meer.
Je nach Sorte unterscheiden sich nicht nur die Preise, sondern auch der Geschmack. Wichtige Merkmale zur Erkennung des echten Kaviars sind die Perligkeit, der Glanz der Körner und der feine Geruch. Je zarter die Haut ist, desto besser soll der Kaviar schmecken. Dementsprechend sind die hellen Sorten am teuersten.
Unterteilt wird der Kaviar in drei Sorten und wird benannt nach dem Stör, woher er stammt. Der Beluga-Kaviar, ist der feinste und teuerste und schmeckt sehr mild. Der Ossietra-Kaviar schmeckt dagegen nussig und der Sevruga kräftig und würzig.
Angeboten wird der Rogen der Störe in der Originaldose auf gestoßenem Eis. Jedoch sollte man bei der Verköstigung sich etwas beherrschen, denn das könnte sonst ziemlich teuer werden. Sollten sie eines Tages in den Genuss kommen Kaviar testen zu wollen, so schöpfen sie nur eine Miniportion mit einem Spatel oder Löffelchen den Kaviar aus der Dose in den Teller. Ganz wichtig dabei ist, dass man kein Metall oder Silberbesteck benützt, denn diese würden nur unschön anlaufen und den Geschmack beeinträchtigen.
Als Beilage verwendet man Toast oder Blinis (Rezept), die russischen Buchweizenpfannkuchen, und bestreicht sie mit einem Klecks Kaviar. Sehr oft wird auch Zitronensaft, gehackte Eier oder Crème fraîche dazugereicht. Aber am Besten und intensivsten schmeckt der Kaviar pur. Außerdem sind Champagner, trockener Weißwein oder Wodka ideale Begleiter, da sie den Geschmack unterstreichen.
Ein absolutes No-Go wäre jedoch sich eine „Kaviar-Stulle“ zu schmieren…das ist indiskutabel und wird nicht gerne gesehen. Somit ist es schon von Vorteil, wenn man weiß, wie Kaviar gegessen wird, um keine bösen Blicke zu ernten und am Wichtigsten es auch richtig genießen zu können … denn schließlich ist es schon etwas kostbares.
Falls Sie nun auch Lust bekommen haben auf Kaviar, dann können Sie auf speisekarte.de nach Restaurants suchen, die Ihnen Gerichte mit Kaviar anbieten.
Kaviar war übrigens die richtige Antwort auf die 21. Frage im Schlemmerquiz von speisekarte.de:
Welche salzige Delikatesse thront auf Russischen Eiern?
Bild: ”Seven different types of fish roe” von T Chu
Quelle: Wikimedia
Zugegeben, Schnecken sind nicht auf Anhieb Jedermanns Sache, aber sie werden als Delikatesse geschätzt. Am beliebtesten sind Weinbergschnecken und Achatschnecken, eine afrikanische Riesenschnecke. Sie stammen aus sogenannten „Schneckenzuchtbetrieben“ in Burgund, der Schweiz, Italien und Süddeutschland.

Die Zubereitung der Schnecken hingegen ist nicht ganz ohne und erfordert viel Zeit und Können, deshalb empfiehlt es sich Schnecken im Restaurant zu essen.
Die gängigste und beliebteste Zubereitung der Weinbergschnecken zu einer Vorspeise ist „Escargot a la bourguignonne“ nach einem französischen Rezept. Dabei werden die Schnecken im Gehäuse mit Kräuterbutter in einer Pfanne überbacken und gratiniert. In der Regel werden sechs oder zwölf Schnecken mit einer speziellen Schneckenzange und einer Gabel serviert.
Zum Essen nimmt man mit der Zange ein Häuschen aus der Pfanne auf, in der anderen Hand hält man die Gabel. Dabei sollte man darauf achten, dass einem das Schneckenhaus mit der Butter nicht aus der Zange springt. Um die Butter nicht aus dem Gehäuse laufen zu lassen, muss man die Öffnung der Schnecke nach oben halten. Nun zieht man das Fleisch mit der Gabel vorsichtig aus dem Haus heraus und verzehrt die Schnecke. Gleich im Anschluss trinkt man die Butter aus der Schale.
Wem das zu kompliziert ist oder wer Angst hat sich dabei zu bekleckern kann das Schneckenfleisch auch erst auf den Teller legen, mit der flüssigen Kräuterbutter aus dem Gehäuse tränken und anschließend mit einem Löffel essen. Dazu gibt es meist Baguette oder Weißbrot.
Übrigens werden die Schnecken vor dem Kochen von Innereien und allem anderen Unappetitlichen befreit, man isst also wirklich nur das reine Schneckenfleisch.
Wollen Sie nun auch einmal Schnecken probieren? Bei speisekarte.de finden Sie Restaurants, die Schnecken anbieten!
Schnecken war übrigens die richtige Antwort auf die 15. Frage im Schlemmerquiz von speisekarte.de:
Welche Delikatesse mit eigener Behausung kann nur mit einem speziellen Esswerkzeug verzehrt werden?
Nach dem ersten Teil gestern geht jetzt unsere Weihnachtsreise durch die Küchen Europas weiter. Schon Essensideen gesammelt? Jetzt aber schnell, Weihnachten steht vor der Tür! Lassen Sie sich ein weiteres Mal von unserer kulinarischen Weihnachtstour durch Europa inspirieren! Was isst man eigentlich …
• „Il-Milied it-Tajjeb“ auf Malta: Hier kommt alljährlich der Truthahn und die Timpana, überbackene Nudeln, auf den Tisch. Während der ganzen Weihnachtszeit darf die Schokolade auf dem sonnigen Malta nicht fehlen. Die Mitternachtsmesse, die bei den streng gläubigen Maltesern eine große Rolle spielt, wird übrigens an diesem Abend von Kindern gehalten.
• „God jul“ in Norwegen: Das „Julebord“, ein großes Festessen, besteht aus bis zu 60 Gerichten und wird mit Weihnachtsbier „Juløl“ gereicht. Ein Gericht ist unter anderem der eingelegte, gesalzene Dorsch „Lutefisk” oder der traditionelle Reisbrei. Nach dem Essen findet man sich um den Weihnachtsbaum ein, fasst sich an den Händen und tanzt und singt um den Baum herum.
• „Frohe Weihnachten“ in Österreich: Zu Weihnachten gibt es in Österreich meist Karpfen oder teilweise auch Gans, aber auf keinen Fall dürfen die Vanillekipferl, beliebtes österreichisches Gebäck, fehlen. Die Kinder schreiben ihre Wunschzettel direkt an das Christkind, nach Christkindl, einem österreichischen Ort.
• „Wesołych Świąt“ in Polen: Der Heiligabend ist auch in Polen der wichtigste Weihnachtstag. Die Polen essen traditionell Suppe, Fisch, vor allem Karpfen, und Gebäck. Laut einer polnischen Legende können Tiere in der Weihnachtsnacht vom 24. auf den 25. Dezember für einige Stunden sprechen.
• „Feliz Natal“ in Portugal: An Weihnachten kommt die ganze Familie zusammen, um gemeinsam Bacelhau (getrockneter Fisch), Kartoffeln und Kohl, “bolo rei” – eine Art Weihnachtsstollen und andere Süßspeisen zu essen. Wer in dem „bolo rei“ eine Münze findet, muss im nächsten Jahr den Königskuchen kaufen.
• „Crăciun fericit“ in Rumänien: Bis zum großen Festmahl am Abend des “Mos Ajun” fasten die Rumänen, um sich dann vorwiegend mit Schwein wieder zu sättigen. Eine Spezialität sind die Kohlrouladen mit Polenta, gereicht mit einem starken Hausbrand namens “tzuika”.
• „God jul“ in Schweden: Ein besonderer Tag in der Julzeit, der Adventszeit, ist bei den Schweden schon gefeiert worden: das Luciafest. Doch Heiligabend ist auch hier der wichtigste Weihnachtsfeiertag. Bei den Schweden gibt es Smörgåsbord, das schwedische Weihnachtsbüfett mit Weihnachtsschinken, Salat, verschiedene Fischarten, Kartoffeln und Julkorv, eine Art Bratwurst.
• „Veselé vánoce“ in der Slowakei: Wenn der Abend anbricht und es dunkel wird beginnt das Festmahl zu Weihnachten in der Slowakei. Zu Essen gibt es Pilzsuppe, Fisch, Sauerkraut und Gebäck. Nach dem reichhaltigen Abendschmaus gehen die Familien gemeinsam in die Mitternachtsmesse.
• „Vesel božič“ in Slowenien: In Slowenien beginnt das Weihnachtsfest bereits am 13. Dezember mit einem großen Festmahl, das den Beginn der Fastenzeit darstellt, und dauert bis zum 2. Februar an. Eine wichtige und lange Tradition geht auf das Weihnachtsbrot zurück, dem magische Kräfte nachgesagt werden.
• „Feliz Navidad“ in Spanien: In der „Nochebuena“, der Weihnachtsnacht, trifft sich die ganze Familie zum Truthahn essen. Geschenke gibt es allerdings erst am 06. Januar, denn einen Weihnachtsmann kennen die Spanier nicht. An diesem Tag wird erneut groß gefeiert. Zum Nachtisch isst man den „Roscón de Reyes“, ein Germteigkranz mit kandierten Früchten und einem Königsfigürchen. Wer dieses findet, dem wird im neuen Jahr viel Glück widerfahren.
• „Veselé vánoce“ in Tschechien: Auch hier gibt es den klassischen Weihnachtskarpfen mit Kartoffelsalat und Weihnachtsstriezel, wobei jede Familie den Karpfen nach eigenem Familienrezept zubereitet. Ein alter Brauch besagt, dass man sich die Schuppen des Karpfen in seinen Geldbeutel stecken soll, dann habe man das ganze Jahr über ein volles Portemonnaie.
• „Boldog Karácsonyt“ in Ungarn: Auch in Ungarn wird der Luciatag am 13. Dezember gefeiert, unter anderem mit Bleigießen und anderen Spielen. An diesem Tag fängt man an einen Stuhl zu bauen, der bis Weihnachten fertig sein soll. Eine ungarische Weihnachtsnascherei sind Bejgli, Teigrollen mit einer Mohn- oder Walnussfüllung. An Heiligabend gibt es Fisch und Pute.
• „Καλά Χριστούγεννα“ in Zypern: Das zypriotische Weihnachten ist durch die Griechen und deren Kirche stark beeinflusst. So feiert man auch hier erst am 6. Januar Epiphania. Dazu gibt es einen mit Kastanien befüllten Truthahn. Doch gegessen wird auch schon am 24. und 25. Dezember und zwar ohne Fleisch, denn die Fastenzeit dauert noch an. Es gibt dafür viele süße Naschereien.
Das war’s zum Zweiten mit unserer Kulinaria-Reise quer durch Europa. Heute auf den Geschmack gekommen? Dann probieren Sie doch an Weihnachten eines dieser Gerichte zu Hause aus oder lassen Sie sich im Restaurant bekochen. Auf speisekarte.de finden Sie Restaurants, die Weihnachtsgerichte anbieten.
Mit diesem Artikel bedanken wir uns bei all unseren fleißigen Blog-Lesern und wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und eine leckere Weihnachtszeit!
Advent, Advent das Essen brennt! Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die Zeit der Familienfeiern und Festessen. In Deutschland ist es ja üblich, die Geschenke am 24. Dezember auszupacken. Die beliebtesten deutschen Weihnachtsgerichte zu Heiligabend sind – je nach Region – Karpfen und Gans. Und wie sieht es in anderen Ländern aus?
Wir haben uns hierfür einmal die 27 EU-Mitgliedstaaten herausgepickt und deren weihnachtliche Essgewohnheiten und Bräuche näher unter die Lupe genommen: Los geht’s mit dem ersten Teil:
• „Zalig Kerstfeest“ in Belgien: Angelehnt an die französische Tradition wird am Weihnachtsabend gefüllte Pute und Bûche de Noel, ein weihnachtlicher Schokoladenkuchen, gegessen. Jedes Jahr werden im „Land der meisten Biere“ zahlreiche Weihnachtsbiere gebraut, wie zum Beispiel „La Mère Noel“
• „Весела Коледа“ in Bulgarien: Einen Monat vor Weihnachten beginnt hier die fleischlose Fastenzeit. An Heiligabend wird ein Festmahl mit neun Speisen aufgetischt, vorwiegend mit Bohnen, Kohl, Wein, Reis, gefüllten Paprika, eingelegten Gemüse, Nüssen, Äpfeln, Honig und Brot. Außerdem hat jeder am Tisch eine Nuss auf seinem Teller liegen, deren Inhalt verrät, was das kommende Jahr bringt.
• „Glædelig jul“ in Dänemark: Zu Essen gibt es am Weihnachtsabend Schweinebraten, Ente oder Gans mit Kartoffeln und Rotkohl. In Dänemark sind aber vor allem die Weihnachtsfeiern in Schulen und Firmen und der 13. Dezember, dem Luciatag, besondere Feste im Dezember. Das Weihnachtsfest selbst feiert man sehr ruhig mit der Familie in der Kirche.
• “Häid jõule“ in Estland: Traditionsgemäß ist ein Saunagang vor dem Weihnachtsessen in Estland Pflicht. Danach isst man dann Blutwurst und Sülze, Braten, Kohl, Kartoffeln und Brot. In der Vorweihnachtszeit werden alle Besen gereinigt, um den Hexen, die dreckige Besen bevorzugen, ihr Fluggerät zu nehmen.
• „Hyvää joulua“ in Finnland: Auch hier gehört der Saunagang vor dem Essen für jeden Finnen dazu. Zu Essen gibt es in Finnland alljährlich den Weihnachtsschinken, einen Braten, serviert mit unterschiedlichen Aufläufen und Heringssalat. Von hier kommt übrigens der einzig wahre Weihnachtsmann, der auf dem Korvatunturi in Lappland leben soll.
• „Joyeux Noël“ in Frankreich: Ganz traditionell kommt in Frankreich an „La Reveillon“ der Truthahn mit Maronen, die „Fois Gras“ (Gänsestopfleber) und der „Bûche Noel“ auf den Tisch. Dieser Baumkuchen in Form eines Holzscheits soll an den Brauch erinnern, einen Holzklotz zu verbrennen und dessen Asche über die Felder zu verstreuen, damit die Ernten im nächsten Jahr gut ausfallen.
• „Καλά Χριστούγεννα“ in Griechenland: Ein Festmahl gibt es erst am 25. Dezember, da bis Heiligabend in Griechenland gefastet wird. Zu Essen gibt es meist Truthahn und Melomakarona, Honigkekse mit Sirup und Nüssen. Richtig gefeiert wird erst am 31. Dezember mit dem „Vassilopita“, dem Neujahrskuchen, in dem eine Münze eingebacken ist, die im nächsten Jahr Glück bringen soll.
• „Merry Christmas“ in Großbritannien: Am 25. Dezember, nachdem die Kinder ihre Geschenke am Morgen ausgepackt haben, isst man zu Mittag Rosenkohl, Bratkartoffeln und Truthahn. Zum Nachtisch gibt es Mince Pie, kleine mit getrockneten Früchten gefüllte Gebäckstücke, und den berühmten Plumpudding. In Großbritannien ist es Brauch Mistelzweige an der Tür aufzuhängen. Steht man unter einem dieser Zweige, darf man ungefragt geküsst werden.
• „Nollaig Shona“ in Irland: Hier isst man, anders als in England, schon am Christmas Eve (24. Dezember) Krabben, Truthahn, Räucherlachs und Plumpudding. In der Nacht kommt dann Santa Claus mit seinem Schlitten und befüllt die Socken am Kamin. Zur Stärkung stellt man ihm eine Pastete mit einem Bier oder Whiskey bereit. Hoffentlich kann er sich auf seinem Schlitten halten!
• „Buon Natale“ in Italien: Das Weihnachtsfestmahl besteht in Italien besonders aus Aal und Stockfisch. Danach essen die Italiener den Mailänder „Panettone“, eine Art Hefekuchen mit Rosinen. An Heiligabend werden als Zeichen der beginnenden Weihnachtsfeierlichkeiten von der vatikanischen Engelsburg aus Kanonenschüsse abgegeben.
• „Priecīgus Ziemassvētkus“ in Lettland: Auf den üppig gefüllten Festmahlstisch kommen traditionell Blutwurst, Sauerkraut, Graupen, Bohnen und Erbsen und der landestypische „Pírági“, ein Speckkuchen. Wenn man an Weihnachten neun mal isst, so soll man laut Brauch im neuen Jahr reich und glücklich werden.
• „Linksmų Kalėdų“ in Litauen: Am „Kucios“, dem Heiligabend, beginnt das Essen in Litauen, sobald der erste Stern am Himmel zu sehen ist. Dann werden zwölf fleischlose Speisen serviert, als Zeichen für die zwölf Monate im Jahr. Es gibt allen möglichen Fisch, Mohnmilchsuppe, Gemüse, Salate und Gebäck. Man muss traditionell von jedem Gericht probieren!
• „a schéi Chreschtdeeg“ in Luxemburg: Bei unseren Nachbarn ist es üblich an Weihnachten Blutwurst mit Stampfkartoffeln und einer Apfelsauce zu essen. Geschenke gibt es hier aber auch schon am 6. Dezember vom „Klees’chen“. Der befüllt die Schuhe, die ihm die Kinder vor die Türe gestellt haben.
Nun legen wir einen kurzen Zwischenstopp ein. Schon morgen geht es mit unserer kulinarischen Weihnachtsreise weiter. Schon Ideen für das Weihnachtsfest in diesem Jahr gefunden? Oder möchten Sie in diesem Jahr Essen gehen? Dann suchen Sie doch auf speisekarte.de nach Restaurants, die diese Speisen anbieten!
Eine Frage, die sich vielen stellt – unter anderem mir selbst. Daher musste bisher auch noch kein Karpfen für mich sein Leben lassen. Aber ich habe nun ein wenig recherchiert, um mir und denjenigen die Überwindung zum Karpfenessen zu erleichtern, die sich bisher erfolgreich davor gedrückt haben.

Zunächst gilt: Karpfen isst man in den Monaten mit „r“, also von September bis April, und man kann zwischen den vielen verschiedenen Zubereitungsarten eines Karpfen wählen. Isst man ihn „Blau“ nach Lausitzer Art, „gebacken“ nach fränkischer Art oder nach Polnischer Art, eingelegt im Eigenblut.
Die klassischen Anlässe einen Karpfen zu essen, sind Weihnachten, während der Fastenzeit und Karfreitag.
Das Karpfenessen an sich sollte man mit einem Fischbesteck angehen, ganz gleich, welche Zubereitungsart man wählt.
Mit dem Fischmesser wird das Fleisch der Seitenlinie entlang, etwa auf der Bauchmitte, bis auf die Wirbelsäule eingeschnitten. Dann muss man hinter dem Kopf anfangen, die obere Hälfte des Fleisches vorsichtig abzulösen. Dabei muss besonders auf die hartnäckigen Gräten geachtet werden, weshalb man das Fleisch vor dem ersten Bissen noch einmal mit der Gabel zerteilen sollte, um keine Gräten zu erwischen.
Anschließend werden die Flossen mit Messer und Gabel herausgezogen, außer bei gebackenen Karpfen, hier werden die knusprigen Flossen mitgegessen.
Nun muss man das Fleisch auf den Rippen dem Rippenverlauf folgend nach unten schieben und im Bereich hinter den Rippen schräg zur Schwanzflosse hin abschieben.
Das Kopffleisch, die Fischbäckchen und die Haut gelten als besonders lecker und können bei allen Zubereitungsarten mitgegessen werden.
Zu guter Letzt löst man das Skelett an einem Ende des Karpfens mit seinem Fischbesteck oder mit Hilfe der Finger ab und kann dann die zweite Hälfte verzehren.
Das Wichtigste an dem Ganzen: immer auf die fiesen Gräten achten!
Sollte sich nun doch eine Gräte in Ihrem Mund verirrt haben gilt wieder die Regel „Raus wie Rein“. Die Gräte wandert somit auf dem selben Weg zurück, auf dem sie gekommen ist, indem man sie unauffällig mit der Gabel aus dem Mund auf den Tellerrand legt.
Übrigens: wer sich das Zupfen und Grätensuchen sparen will, kann demnächst auch
Karpfen-Fischstäbchen essen.
Die Karpfenzeit läuft! Probieren Sie Karpfen doch einfach mal in einem der Restaurants auf speisekarte.de!
Bildquelle: gzsh.de /Rezept: Karpfen gebacken
Eieieieiei, man mag es kaum glauben, aber selbst für das Essen eines Frühstücksei, Spiegelei oder Omelette gibt es ein paar kleine Regeln bzw. Tipps, die man in offizieller Runde oder bei einem Geschäftsessen beachten sollte.
Beim Frühstücksei scheiden sich die Geister: da gibt es die Klopfer, die ihr Ei mit dem Löffel anklopfen und die Schalenstücke dann mit den Fingern vom Ei nehmen. Dann gibt es die Hacker, die ihr Ei regelrecht guillotinieren, um dann zuerst die Ei-Kuppe und anschließend das Ei selbst auszulöffeln. Und schließlich gibt es da noch die Techniker, die die Eierschale mithilfe modernster Instrumente, den sogenannten Eierschalensollbruchstellenverursachern, bearbeiten. Durch Eierschalensollbruchstellenverursacher (ESSBSV) entsteht eine feine Bruchstelle und der Kopf des Eis lässt sich elegant und leicht mit Hilfe eines Messers abheben. Leider gibt es hier noch keine Iphone App.
ESSBSV sind noch nicht recht verbreitet und so verläuft der morgendliche Frühstückseigraben meistens zwischen Hacker und Klopfer, die beide für sich beanspruchen, den besten und einzigen Weg des Eiessens gefunden zu haben. Doch unüberbrückbar sind diese Gräben nicht, denn so manchner Klopfer wurde über die Jahre zum Hacker und umgekehrt. Dies zeigte eine Blitzumfrage im Büro.
Noch ein Wort zum Löffel. So stilvoll es auch sein mag, das geerbte Silberbesteck sonntäglich zu verwenden, so sollte man davon absehen ein Ei mit einem Silberlöffel zu essen. Dank einer chemischen Reaktion zwischen Ei und Silber entsteht Silbersulfid, welches a) schon als Wort giftig klingt b) den Löffel schwarz anlaufen lässt und c) einen unangenehmen Geschmack mit sich bringt. Eier isst man demnach mit einem Löffel aus Perlmutt oder Plastik.
Um dem Thema des Eieressens vollständig gerecht zu werden, möchten wir die richtige Essweise von Spiegelei und Omelette noch kurz erläutern.
Spiegelei sollte man mit Messer und Gabel essen, und hier ist es egal, ob man zuerst das Eiweiß und zuletzt den Eidotter isst. Auch ist es kein Fauxpas wenn der Eidotter über den Teller läuft. Alles ganz normal.
Bei Rührei und Omelett kann man das Messer hingegen weglegen und das Rührei oder das Omelett mit der Gabel essen, es sei denn die Rühreier sind mit Schinken oder Speck, dann sollte man das Messer wieder verwenden.
Beim Omelettverzehr kann das Messer durch einen Löffel ersetzt werden. Hiermit zeigt man größtmögliche Stilsicherheit in der Kunst des Omelettessens. Aber selbstverständlich nur, wenn es kein Silberlöffel ist.
Wieder einmal lüften wir das Geheimnis um den richtigen Verzehr eines tückischen Leckerbissens: der Artischocke! Diese kommt gerne als Vorspeise auf den Tisch, wird ihr doch eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben.

Da liegt Sie nun, die Artischocke. Ein grünes Ungetüm, das so gar nicht danach aussieht, als würde man ihr mit Messer und Gabel, geschweige denn mit einem Löffel zu Leibe rücken können. Und das ist auch gut so!
Artischocken isst man nämlich mit den Fingern. Dazu nimmt man die Knolle in die linke Hand und zupft die äußeren Blätter mit den Fingern der rechten Hand einzeln ab. In der Regel bekommen Sie zur Artischocke einen Dip serviert, in den Sie das untere fleischige Ende der Blätter tauchen. Führen Sie das abgezupfte Blatt nun gekonnt zum Mund und lutschen Sie das Artischockenfleisch mitsamt dem Dip ab. Den Rest des Blattes, also alles was Sie beißen müssten, legen Sie auf einen bereitgestellten Abfallteller. Fahren Sie in der gleichen Weise fort, bis Sie nur noch das Artischockenherz ohne Blätter vor sich liegen haben.
Reinigen Sie jetzt ihre Finger, greifen Sie zum Vorspeisenbesteck und entfernen Sie die kleinen, ungenießbaren Härchen. Genießen Sie nun das Herzstück der Artischocke, in dem Sie es in mundgerechte Stücke teilen.
Sie haben jetzt Lust auf Artischocken bekommen? Dann surfen Sie schnell rüber in unseren Restaurantführer, gehen auf die Seite Restaurantsuche, suchen nach Artischocke und finden das Restaurant in Ihrer Nähe, das Artischocken auf der Speisekarte stehen hat.
Bildquelle: genial-lecker.de /Rezept: gekochte Artischocke
Man fühlt sich gerade dazu getrieben als Antwort auf diese Frage „regelmäßig“ oder „mit viel Parmesan“ rauszuposaunen. Aber nein, man hält still. Denn darum geht es in dieser kleinen speisekarte.de Kolumne ja nicht. Hier geht es um handfeste Essenstechniken zu handfesten Speisen. Und um konkrete Hilfestellung im Speisenalltag.
Der urlaubsgeschwächte Blog-Ausschuss hat sich für die heutige Kolumne dafür entschieden das beliebteste Gericht der Deutschen näher zu beleuchten: Das korrekte Essen von Spaghetti.

Eine Blitzumfrage im fast verwaisten Speisekarte-Büro bestätigt hierbei eindeutig: 1. dass, keiner da ist und 2. dass in Deutschland die Zuhilfenahme des Löffels bei Gabelzinken-Aufrollung der Spaghettinudel die wohl beliebteste und gängigste Praxis ist, Spaghetti jedweder Art zu essen.
Diese sogenannten Löffeldreher sind – zumindest in Deutschland – gesellschaftlich akzeptiert, von Knigge geduldet und man kommt mit dieser Technik durch.
Problematisch wird es, wenn man sich im Kreise von Italienern oder toscanageprüfter Deutscher befindet. In so einer Runde mag es passieren, dass man auf einmal der einzige ist, der das Fehlen eines Löffels neben dem Spaghetti Teller überhaupt bemerkt. Denn der Könner und Spaghetti-Profi wickelt grundsätzlich die Spaghetti nur mit der Gabel auf. Kein Löffel weit und breit.
Da das Aufwickeln ohne Löffel, aber als schwieriger angesehen wird, seien drei Faktoren zu nennen, die die Wickelbarkeit beeinflussen:
1. Al dente Spagheti lassen sich besser wickeln als verkochte Spaghetti
2. Je Länger die Spaghetti desto besser wickelbar.
3. Je weniger Nudeln auf der Gabel, desto größer die Chance keine rumhängenden Spaghetti-Enden zum Mund zu führen.
Zusammenfassend lässt sich also sagen:
Man isst Spaghetti mit Gabel. Wobei man einen Löffel zu Hilfe nehmen darf.
Unter keinen Umständen sollten jedoch Spaghetti mit dem Messer geschnitten werden! Diese bei Amerikanern sehr beliebte Form der Spaghetti-Esserei, wird hier in Europa als Nudel-Kannibalismus angesehen und ist dementsprechend verpönt/out/ nicht schön anzuschauen
Dagegen schön anzuschauen sind die leckeren Speisen auf speisekarte.de! Haben Sie Lust auf Spaghetti? dann einfach auf speisekarte.de nach Spaghetti suchen und das passende Restaurant finden.
Bildquelle: Wikipedia, Urheber: Tim Bartel (Avatar)
Die Zeit der traditionellen Spargelessen hat wieder angefangen. Jedes Jahr von April bis Juni kann man das Sprossengemüse ganz frisch genießen.
Verzichtet man auf Messer und Gabel nimmt man das Ende der Spargelstange in die rechte Hand und isst die Spitze zuerst. In der linken Hand hält man eine Gabel oder einen speziellen Spargelhalter stützend unter die Stange. Biss für Biss arbeitet man sich bis zum Ende vor, ohne den Spargel zwischendurch abzulegen. Das Essen mit den Händen ist zwar erlaubt, aber weder zeitgemäß noch elegant.
Heute nimmt man lieber Messer und Gabel zu Hilfe. Der Spargel wird von der Spitze an in mundgerechte Stücke geschnitten und mit der Gabel gegessen. Apropos Spargelspitzen: Wussten Sie schon, dass der Spargel unter Kennern immer mit der Spitze nach links serviert wird?
Egal ob man mit den Händen oder dem Besteck isst, wenn das dicke Ende holzig ist, dürfen Sie es dezent am Tellerrand ablegen.
Wie man den Spargel isst, ist also reine Ansichtssache, fest steht aber, dass Spargel nicht satt macht. Deshalb serviert man ihn mit Buttersoße, Kartoffeln, Schinken usw.

Bildquelle: essen-und-trinken.de – Rezept Stangenspargel, Urheber: Matthias Haupt
Übrigens… Die folgenden Restaurants haben ihre Spargelkarten gerade frisch für Sie online gestellt
- Drei Linden, Nürnberg
- Elements, Erlangen
- Zum wilden Jäger, Nürnberg
- Gaststätte Delsenbach, Nürnberg
Die Redaktion von speisekarte.de wünscht eine genussreiche Spargelzeit! Lassen Sie es sich schmecken … und sagen Sie uns dann wo es Ihnen am besten gemundet hat.
Bis jetzt habe ich mir nie große Gedanken gemacht, wie man Käse essen sollte – einfach abschneiden und hinein in den Mund, auf ein Brot schmieren oder über die Nudeln streuen. Jetzt weiß ich, dass es ein paar Besonderheiten gibt auf die man achten sollte, gerade wenn man sich in vornehmer Gesellschaft befindet.
Zum einen die Außenhaut. Eigentlich kann sie mitgegessen werden, solange sie nicht stark behandelt wurde. Laut “Knigge” ziert sich das allerdings nicht besonders, denn dort heißt es: Ab damit! – Egal wie lecker sie auch sein mag, man sollte tatsächlich darauf verzichten.
Aber nicht nur die Haut stellt eine solche Besonderheit dar, auch das richtige Messer sollte mit Bedacht gewählt werden:
Essen Sie einen einfachen Hartkäse, dann dürfen Sie ein Stück mit Ihrem Messer abschneiden, auf die Gabel und hinein damit in den Mund. Sollte es sich jedoch um einen edlen Hartkäse wie Parmesan handeln, dann wird dieser (mit einem speziellen Messer) gebrochen und mit der Hand gegessen. Das Weichkäsemesser – wie abgebildet – hat Löcher, um ein Verkleben mit dem Käse weitgehend zu verhindern. Die Gabelspitze dient dafür das Käsestück nach dem Schneiden leichter aufzunehmen.

Natürlich isst man zum Käse gerne eine Scheibe frisches Brot, aber auch hier gibt es etwas worauf Sie achten müssen:
Haben Sie sich für einen Hartkäse entschieden, dann übernimmt das Brot die Funktion als “Geschmacksneutralisierer”. Der Weichkäse wiederum wird auf das Brot gelegt – Achtung: Niemals geschmiert!
Hätten Sie gedacht, dass man beim Käseessen so viel falsch machen kann? Also ich nicht, aber wenigstens weiß ich jetzt worauf es ankommt… und wenn auch Sie diese Regeln beachten kann nichts mehr schiefgehen.
Hier noch zwei kleine Tipps:
Beginnen Sie immer mit der mildesten Sorte und probieren Sie sich durch bis zur herzhaftesten oder pikantesten Sorte.
Käse wird sehr gerne unter einer Käseglocke serviert. Damit er frisch bleibt und nicht austrocknet legt man Apfelstücke dazu. So kann man sich mit dem Essen viel Zeit lassen und für die Dekoration ist auch gleich gesorgt.
Bildquelle: Wikipedia, Urheber: Thomas Kees (Powerbiker1)
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